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Buchbesprechung: Katzen naturnah ernähren. Frischfütterung leicht gemacht

5. April 2009 | By | 3 Replies More

naturnah_Spätestens seit dem Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm sind die Katzenhalter vorsichtiger geworden. Ist in den praktischen Dosen wirklich das Beste für meine Katze drin? Für Katzenfreunde, die Ihre Lieblinge nun mit Rohfleisch ernähren möchten, ist der Weg aber schwer. Die Berechnung der richtigen Nährstoff- und Vitamingehalts, die richtige Portion Kohlenhydrate und Ballaststoffe – all das schreckt erst einmal ab.

Genau hier greift Angela Münchbergs Buch „Katzen naturnah ernähren“ ein. Ohne große Rumrechnerei erklärt Sie dem Leser anhand einfacher Formeln, wie das artgerechte und natürliche Futter für die Katze aussieht: Rohes Fleisch und einige frisch pürierten pflanzliche Zusatzstoffe, um den Gehalt an Ballaststoffen und Vitaminen auszugleichen. Kein kompliziertes Abwägen von Mineralstoffen, keine schwierigen Rechnungen. Statt künstlicher Zusatzstoffe wie beim BARF wird auf Natürlichkeit gesetzt – selbst essentielle Mineralstoffe und Aminosäuren wie zum Beispiel Taurin erhält die Katze so. Das Konzept überzeugt mit seiner Einfachheit.

Alles in allem ist „Katzen naturnah ernähren“ eine gute Einleitung für Katzenfreunde, die einen Weg in die „einfache“ Rohfütterung suchen. Artgerechte Ernährung ist kein Zauberwerk!

Buchinformation:

Angela Münchberg
Katzen naturnah ernähren. Frischfütterung leicht gemacht
Cadmos-Verlag
80 Seiten
ISBN 978-3861271291
10,95 Euro

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Category: Buchbesprechung

Comments (3)

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  1. Yanniksdosi sagt:

    Ich habe auch das Gespräch mit der Autorin gelesen.
    Ist ja ganz nett.
    Aber mir ist der empfohlene Pflanzenanteil mit 10-15% zu hoch. Die vorverdauten Pflanzen im Mäusemagen belaufen sich eher auf ca 5% der Maus.
    Und ich vermisse auch die Taurinsupplementierung. Taurin kann man nur in der kristallinen Form dem Futter zufügen, da es ansonsten nur in der Maus in ausreichender Menge vorkommt. Und Mäuse sind wahre Taurinbomben! Katzen können diese Aminosäurenvorstufe nicht selber synthetisieren, brauchen aber mindestens ihre 250mg(ich setze sogar eher 500mg und mehr voraus!) täglich.
    Rechnen wir mal durch:
    Eine Maus hat ca. 74mg und eine Katze kann locker ihre 10 Mäuse am Tag verspeisen. Dann kommen wir schon auf 740mg Taurin täglich.
    Grundlegende Infos zum Thema Taurin kurz zusammengefasst:
    http://forum.zooplus.de/katzen-faq/t-wissenswertes-zum-thema-taurin-68408.html/?highlight=Taurin
    Taurinmangel kann zu schweren Mangelerkrankungen der Katze führen.
    Deswegen mein Hinweis hier, da damit nicht zu Spaßen ist!

    LG
    Birgit

  2. Yanniksdosi sagt:

    Zusatz zur Erklärung.
    Taurin ist in der synthetischen(„künstlichen“) Form von der Katze am effektivsten verwertbar.
    Seltene Ausnahme, hier ist mal das künstlich erzeugte dem natürlichen überlegen.
    Studie ist im Link aufgeführt.
    LG
    Birgit

  3. Angela sagt:

    Hallo,

    ich Barfe ja schon seit fast zwei Jahren und bin für Alternativen zu künstlichen Vitaminen immer aufgeschlossen. Allerdingst finde ich Zusätze wie „Honig“, die in diesem Buch vorgeschlagen worden sind schon sehr kritisch…
    Mag sein, dass tolle Vitamine enthalten sind, aber leider enthält Honig vorallem eins, nämlich ziemlich viel Zucker, der für Katzen einfach nicht gesund ist.
    Katzen nehmen natürlicherweise keinen Zucker auf, keines ihrer Beutetiere enthällt Zucker (von evt. Mageninhalten mal abgesehen, die aber oft nicht gefressen werden) und so können sie diesen nicht verwerten und krank werden….

    Finde die Anregungen in diesem Buch z.T. recht gut aber würde sie trotzdem nicht zur Nachahmung empfehlen.

    Liebe Grüße!!!

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