Wenn die Katze schnupft: Sinusitis bei Katzen
17. Juli 2009 | Veröffentlich von admin | Kategorie: Gesundheit
Eine Sinusitis ist mehr als nur ein "normaler" Schnupfen! Foto: pixelio.de, Sarah Behn
Eine Nasennebenhöhlenentzündung (sinus = Nasennebenhöhle, itis = Entzündung) zeigt sich banal als „Schnupfen“, oft verbunden mit Fieber und Abgeschlagenheit. Doch was unterscheidet eine Sinusitis von einem normalen Schnupfen, was muss ich als Tierhalter beachten?
von Sylvia Zahnwetzer, Tierheilpraktikerin
Akut oder Chronisch?
Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Sinusitis. Eine akute Sinusitis entsteht aus einem Schnupfen, wenn durch Schwellung der Schleimhäute oder anatomischen Gegebenheiten der Sekretabfluß aus den Nasennebenhöhlen behindert wird. Häufige Anzeichen sind Fieber und Abgeschlagenheit.
Die chronische Sinusitis entsteht aus der nicht heilenden akuten Sinusitis.
Ursachen
Eine Sinusitis kann durch eine aufsteigende Infektion der Nase zustande kommen. Weitere Ursachen können auch die Verstopfung der normalen Abflusswege der Nebenhöhlen (zu Beispiel bei Perserkatzen), Tumore, Traumen oder Zahnwurzelerkrankungen sein. Auftreten kann die Sinusitis bei allen möglichen Tieren, wie zum Beispiel auch bei den Hunden( Möpse, Pekinesen), bei Kälbern, bei Vögeln, wie auch bei Pferden und beim Menschen.
Symptome
Eine Sinusitis zeigt sich durch schleimig eitrigen Nasenausfluss, der durch Kopfschütteln schubweise ausgeworfen wird. Der sehr zähe Schleim läuft auch einfach mal so aus der Nase, z.B. beim Wechsel von warm auf kalt oder umgekehrt.
Die Stirnpartien können auffallend vorgewölbt sein und sind bei Berührung schmerzhaft.
Wichtig: Diese Symptome können, müssen aber nicht gemeinsam auftreten!
Die richtige Wohnumgebung für die Katze
Eine Katze, ob mit oder ohne Nasennebenhöhlenentzündung, sollte in einer rauchfreien Umgebung wohnen und es sollten keine Sprays verwendet werden, wie zum Beispiel Deospray, Raumspray, Insektenspray. Aber auch Parfums können die Sinusitis verschlimmern. Das heißt jetzt nicht, das man nie wieder ein Deo benutzen soll, aber vielleicht nicht unbedingt sprühen wenn im Bad kein Fenster ist und die Katze im Raum ist.
Taschentücher: Unverzichtbares Utensil beim Leben mit der Sinusitis-Katze. Foto: pixelio.de, Templermeister
Leben mit einer Sinusitiskatze
Man kann sehr gut mit einer „Sinusitiskatze“ zusammen leben. Es ist nicht ansteckend, auch nicht für vorhandene Katzen ohne Schnupfen. Die Katze ist meist sehr anhänglich, schmusig, ruhig und schläft viel.
Ausgeschütterten Ausfluss in der Wohnung kann man leicht aufnehmen oder wegwischen. Auch das verrotzte Näschen sollte immer mal wieder geputzt werden. Ich verwende eine Taschentuchbox die in der Küche und im Bad steht, so habe ich jederzeit Zugriff habe und es entfernen kann.
Allerdings sind die Geräusche einer „Sinusitiskatze“ sehr gewöhnungsbedürftig. Die Katze schnarcht wahnsinnig laut. Sie kann immer mal wieder röchlen zwischendurch, außer sie hat sich gerade aus geniest, dann kriegt sie richtig gut Luft und ist genauso ruhig wie eine „normale“ Katze. Wundern Sie sich nicht über kleine Huster oder Geräusche beim Fressen und Trinken.
Behandlungsmöglichkeiten
Es gibt es verschiedene homöopathische Medikamente, die man zur Behandlung einer Sinusitis einsetzen kann. Wie immer in der Homöopathie gibt es hier kein Pauschalmittel, es kann sein, dass man mehrere Mittel ausprobieren muß, bis man das Richtige findet. Möglichkeiten wären zum Beispiel Hepar sulfuris D6 bei eitrigem Ausfluss oder Hydrastis bei dick gelbem Ausfluss mit blutigen Absonderungen, Echinacea D6 zur Stärkung des Immunsystems. Ein anderes Homöopathische Arzneimittel ist Viropect der Firma DHU. Mit dem Präparat habe ich sehr positive Ergebnisse erzielt.
Schüßler Salze können auch zum Einsatz kommen zum Beispiel mit Calcium sulfuricum (Nr.12). Es sorgt für den Abbau von Eiter und wird bei chronischen Prozessen eingesetzt. Aber auch da bitte beraten lassen.
Aus der Phytotherapie kann man innerlich Ackerschachtelhalm, Holunderblüten, Spitzwegerich und Königskerze einsetzen. Äußerlich können Salbei oder Lavendel auf den Schlafplatz geträufelt werden.
Doch jedes Tier und jeder Verlauf ist anders und jedes Tier reagiert auf seine eigene Art und Weise auf die dargebotenen Medikamente. Das Aufsuchen eines ortsansässigen Tierheilpraktikers und des Tierarztes ist hier unerlässlich!
Zum Weiterlesen:
Buchbesprechung: Gesundheit auf Samtpfoten
Buchbesprechung: Naturheilkunde für Katzen
Buchbesprechung: Infektionskrankheiten der Katze
Weitere Informationen zur Autorin: BIT für Tiere

Sehr guter Artikel auch ma lüber die sanfte “Medizin” der Homöopathie.
Ich behadele mich und meine Tiere seit Jahren erfolgreich es ist langwierig aber mit mehr erfolg als vom T:A mit Antibiotika e.c.t