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Buchbesprechung „MacTiger“ von Andrea Schacht

3. Oktober 2009 | By | Reply More

Ein bisschen ein Krimi, ein bisschen Grusel, einiges an Liebe und schottischer Geschichte und viel Geheimnisvolles hat Andrea Schacht in ihrem neuesten Buch „MacTiger. Highlander auf Samtpfoten“ vereint. Damit bleibt sie ihrem Stil treu und schafft es ein weiteres Mal, den Leser zu unterhalten und mitzureißen.

mctigerZusammen mit den Bewohnern von Drumnadruid Castle wird Schlosskater MacTiger im Jahre 1744 hinterhältig ermordet. Seitdem muss sein Geist ruhelos auf Erlösung warten. Jahrhunderte später ist aus dem Schloss ein Hotel geworden und MacTiger findet einzig daran gefallen, die Gäste zu erschrecken. Bei einer jungen Frau gelingt ihm das aber nicht. Die sensible und verträumte Margita ist mit ihrer strengen Tante auf Bildungsreise, doch einige Zufälle sorgen dafür, dass die Frauen länger auf Drumnaduid Castle bleiben. Margita findet immer mehr Gefallen an der Landschaft und fühlt sich der Umgebung seltsam verbunden; sie hat sogar Visionen aus längst vergangenen Zeiten. Zusammen mit dem ansässigen Gärtner und einem zunächst arroganten jungen Geschäftsmann geht sie dem Geheimnis um Schlossgeist MacTiger auf den Grund. Und stellt fest, dass ihre eigene Geschichte eng mit der des Schlosses verwoben ist.

Sobald man sich eingelesen und verstanden hat, dass hier die Sichtweisen ständig wechseln (MacTiger oder Margita – jeweils in Vergangenheit und Gegenwart), kann man „MacTiger“ nicht mehr so schnell aus der Hand legen. Neben dem ausgewogenen Verhältnis an Spannung und „sich treiben lassen“ und den Ausführungen zu der Natur und Geschichte Schottlands, ist es schön, die persönliche Entwicklung der liebenswerten Charaktere zu verfolgen. Margita blüht auf und wird selbstbewusst und ihre Tante wird vom herrischen Eisklotz zur lebenslustigen älteren Dame.
Und MacTiger? Der lässt Langeweile und Trauer hinter sich und fasst endlich wieder Hoffnung.
Man sollte keine reine Katzengeschichte erwarten, im Ganzen spielt die kätzische Sicht nur eine Rolle von mehreren. Das ist aber nicht schlimm. Gefühlvoll und liebenswert geschrieben, wird das Buch viele Leser(innen) glücklich machen. Witzig sind vor allem die neckischen Gespräche zwischen Margita und dem Jungmanager Ken und die Beschreibung dessen, was passiert, wenn Geist und elektrisches Gerät zusammenkommen.

Auch in diesem Buch von Andrea Schacht gibt es wieder eine Besonderheit. Der Schlosskater bedient sich an Kapitelenden des Öfteren einiger Zeilen aus Edgar Ellen Poes Klassiker „Der Rabe“.

Tolles Buch! “This it is, and nothing more.”

Susann Burghardt

Buchinformation

Andrea Schacht
MacTiger
Highlander auf Samtpfoten
Blanvalet, München, 2008
9783442368105
350 Seiten, 7,95 Euro

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Category: Buchbesprechung

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