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Buchbesprechung: Trickschule für Katzen von Christine Hauschild

4. Januar 2011 | By | Reply More

trickschule„Ein Hund kommt, wenn man ihn ruft. Eine Katze nimmt es zur Kenntnis und kommt bei Gelegenheit darauf zurück“, lautet ein Spruch, den man gern in den Mund nimmt, wenn die geliebte Samtpfote mal wieder so gar nicht auf Zurufe reagiert. Dass es auch anders geht, zeigen viele Bücher, die in regelmäßigen Abständen auf den Markt kommen und versprechen, dass auch die eigene Katze mit ein wenig Training auf Kommandos wie „Sitz“ und „Platz“ hört. Doch will man das überhaupt? Der geliebten Samtpfote Kommandos geben, wo man sie doch gerade ihrer Unabhängigkeit wegen liebt?

„Trickschule für Katzen“ von Tierpsychologin Christine Hauschild zeigt, wie sich beides miteinander vereinen lässt. „Spaß mit Clicker und Köpfchen“ lautet der Untertitel ihres Buches, der einen ganz wesentlichen Inhalt schon vorwegnimmt: Clickertraining hat nichts mit Dressur wie man sie eher auf einem Hundeplatz vermuten würde zu tun, sondern macht Katz und Halter Spaß. So viel Spaß sogar, dass die Katze ihre Lektionen bald von sich aus einfordern wird.

Bevor es aber mit dem Training losgeht, muss zunächst der Mensch etwas lernen. Christine Hauschild schlägt dazu das „Clickerspiel“ vor. Hier ist nicht die Katze der Trainingspartner, sondern ein Mensch. Mithilfe dieses Spiels soll zunächst geübt werden, wann genau der „Click“ zu erfolgen hat, damit man Katz nicht gleich bei den ersten Übungen gänzlich verwirrt und der Spaß an der Sache erhalten bleibt. Es folgt ein Kapitel über die Trainingsvorbereitung. Alles ein bisschen theoretisch denken Sie? Nein, denn Christine Hauschild gibt dabei auch ganz praktische Tipps, die beim späteren Training noch sehr hilfreich sein können. Auch die Durchführung des Trainings mit Katze wird Schritt für Schritt erklärt. Dabei wird immer wieder eins deutlich: Hier steht nicht die Dressur der Katze im Vordergrund, sondern ist eher ein angenehmer Nebeneffekt. Mithilfe des Clickertrainings scheint etwas zu gelingen, was sonst höchstens einseitig funktioniert: die Kommunikation zwischen Mensch und Katze.

Vor allem für Wohnungskatzen scheint Clickertraining eine willkommene Abwechslung zu sein. Und falls man nicht weiß, was man seiner Katze beibringen soll, hat die Tierpsychologin auch hier einige gute Ideen vorrätig. Nicht nur „Sitz“, „Platz“ und das Springen durch einen Reifen kann man seinem Stubentiger so beibringen, auch ganz praktische Dinge wie das Einsteigen in die Transportbox können so geübt werden und den Alltag mit der Katze – nein, den Katzen – erleichtern. Denn Tipps zum Training mit zwei und mehr Katzen runden den gelungen Ratgeber ab, der sicherlich auch Clickerskeptiker vom Tricktraining überzeugen kann.

Buchinformationen:

Christine Hauschild
Trickschule für Katzen
Cadmos Verlag Schwarzenbek, 2010
ISBN 978-3840440045
12,90 EUR

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Category: Buchbesprechung

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