banner ad

Feline Ataxie

8. November 2011 | By | 9 Replies More

Eine Ataxie (griechisch „Unordnung“) ist eine Bewegungs- und Koordinationsstörung, erkennbar an einem breiten oder steifen, tapsigen oder torkelnden Gang der Katze. Dabei kann die Katze auch das Gleichgewicht verlieren und zu einer Seite, nach vorne oder hinten umkippen, um dann meistens wieder aufzustehen und weiterzulaufen, als wäre nichts gewesen. Katzen mit Ataxie werden auch liebevoll „Wackelkatzen“ genannt. Tierpsychologin Barbara Helferich über Ataxie und ein mögliches Training für betroffene Katzen.

von Barbara Helferich

Katze Sari hat trotz Ataxie ein schönes Leben. Foto: Barbara Helferich

Katze Sari hat trotz Ataxie ein schönes Leben. Foto: Barbara Helferich

Je nach Stärke und Ursache zeigt sich die Ataxie bei jeder Katze unterschiedlich. Bei einigen Katzen kann man ein Kopfzittern (Tremor), eine Geräuschempfindlichkeit oder auch eine falsche Abmessung von Zielbewegungen (Dysmetrie), zum Beispiel beim Fressen, beobachten. Neben dem allgemeinen ungeordnetem Bewegungsablauf und dem unsicheren Stehen ist häufig eine breite Haltung der Vorderbeine beim Sitzen zu sehen. Feline Ataxie wird ausgelöst durch Schäden am Zentralen Nervensystem, also am Kleinhirn (Cerebelläre Ataxie) oder am Rückenmark (Sensorische/Sensible Ataxie). Auslöser können Verletzungen, Unfälle aber auch Virus-Erkrankungen, Vergiftungen, Stoffwechselprobleme oder Mangelerscheinungen sein. Die Cerebelläre Ataxie wird am häufigsten beobachtet. In den meisten Fällen kam das Muttertier während der Trächtigkeit mit dem Feline Parvovirus (FPV, Katzenseuche) in Kontakt. Dies kann durch eine Infektion oder einer Impfung gegen FPV mit Lebendimpfstoff in der Trächtigkeit geschehen. Die Katzenkinder im Mutterleib können dabei mit FPV infiziert werden. Sterben sie nicht, können sie durch Schädigungen am Kleinhirn Ataxie ausbilden. Etwa zwei bis drei Wochen nach der Geburt, wenn die Kleinen zu laufen beginnen, wird die Ataxie sichtbar. „Da diese Symptome auf eine schwere Behinderung hindeuten können, ist die Bereitschaft eine Ataxiekatzen aufzunehmen und bei einem Tierarzt vorstellig zu werden sehr gering.“ sagt der veterinärmedizinische Berater und Vorstand von Kitz’n’katz-Europa, Dr. Jürgen Becker.

Ihnen wird als „schwerkranke“ Katze die Lebensfreude abgesprochen und keine Entwicklungsmöglichkeiten nachgesagt. Feline Ataxie ist keine Krankheit, an der die Katzen leiden. Ataxie ist eine Behinderung, die bei den betroffenen Katzen bei artgerechter Haltung in keiner Weise die Lebensfreude mindert. „Viel zu häufig werden daher die scheinbar schwerbehinderten Katzen aus Unwissenheit oder Überforderung noch im Welpenalter von ihrem vermeintlichen Leiden „erlöst“. Da Ataxien als solche keine Schmerzen verursachen und auch das Wohlbefinden der Tiere häufig nicht beeinträchtigt ist, hat es sich der deutsche Verein „Feline Senses – Lebensfreude für Katzen mit Ataxie e.V.“ (www.ataxiekatzen.de) zur Aufgabe gemacht, Aufklärungsarbeit in Sachen Ataxie zu leisten und den Haltern betroffener Katzen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.“, berichtet DDr. Regina Binder, welche an der Veterinärmedizinischen Universität Wien unter anderem im Bereich Tierschutz- und Veterinärrecht forscht und lehrt.

Eine Katze mit Ataxie kann ein langes und vor allem schönes Leben, mit nur wenigen Einschränkungen führen. Menschen haben eher als die betroffene Katze ein Problem mit dieser Behinderung. „Ataxie ist kein Grund eine Katze zu „erlösen“. Denn diese Tiere haben Lebensqualität und die Aussicht auf Besserung ihres Zustandes. Ich kann an dieser Stelle, sowohl als Vorstand eines Tierschutzvereins als auch als Veterinärmediziner sagen, dass es sich immer lohnt eine „behinderte“ Katze aufzunehmen und ihr ein Leben in menschlicher Obhut zu geben.“, so Dr. Jürgen Becker.

Therapie für Ataxiekatzen
Wie viele Ataxiekatzenhalter bestätigen, findet in den meisten Fällen über Jahre eine Verbesserung der Symptome statt. Die dreijährige Lilly hat sich wahrscheinlich schon im Mutterleib mit dem Parvovirus infiziert. Vor einem Jahr zog sie in ihr endgültiges Zuhause. Halterin Sandra Langer hat nicht den Eindruck, dass sich Lilly als behindert sieht. Dank regelmäßigem Training kann Lilly auf Kratzbäume und das Sofa klettern. „Sie nimmt neue Herausforderungen an, öffnet heute angelehnte Türen und spaziert ohne Probleme hindurch. Die bisher erzielten Fortschritte sind beeindruckend. Die Koordination ist deutlich verbessert“, freut sich Langer. “Wackelkatzen“ können mit der Zeit ihre Einschränkungen durch Übung und Training teilweise kompensieren. Oft gibt es bereits eine erste schnelle Verbesserung mit dem Wechsel vom Tierheim in ein liebevolles Zuhause. Dort können die Ataxie-Katzen wesentlich individueller betreut und gefördert werden. Durch gezieltes und regelmäßiges Training übernehmen die nicht von der Schädigung betroffenen Gehirnbereiche die „ausgefallenen“ Funktionskreise, wie man es beispielsweise auch bei menschlichen Schlaganfallpatienten kennt. Einstein kam im Alter von etwa neun Wochen in sein endgültiges Zuhause. „Schon nach sechs Wochen Training waren deutliche Fortschritte zu verbuchen“, berichtet Halterin Katrin Wiebach stolz. „Die Koordination und das Laufen klappen nun richtig gut. Mit bewundernswerter Ausdauer überwindet Einstein jedes Hindernis. Er ist ein lebensfroher, verschmuster kleiner Kater“ so Wiebach.

Sari die kleine „Wackelkatze“
Sari wurde am 28. August 2008 geboren. Zwei Tage später kam sie zusammen mit ihren Geschwistern, ihrer Mutter und der Tante in den Frankfurter Katzenschutzverein. Während der Trächtigkeit kam ihre Mutter mit dem Felinen Parvouirus (Erreger der Katzenseuche) in Kontakt. Sari wurde vermutlich mit dem Virus infiziert. Ihre Geschwister hatten mehr Glück. Bei Sari wurde die Ataxie in der fünften Lebenswoche sichtbar. Anfang 2009 zog die Kleine in ihr neues und endgültiges Zuhause bei Barbara Helferich ein.
Sari tritt anders auf, läuft langsamer und steifer, verliert öfter ihr Gleichgewicht und trägt ihren Schwanz aufgrund von Spastiken oft über dem Rücken. Ist sie unkonzentriert rutschen ihr die Beine weg. Beim Beriechen, wippt der Kopf vor und zurück, ähnlich wie bei einem jüngeren Kitten. Auf Stühle oder höhere Plätze kann sie nicht hinaufspringen, diese jedoch hochklettern. Der Rückweg ähnelt meistens einem Absturz. Beim Drehen hat Sari einen großen Wendekreis. Ist es zu eng, wird die Drehung schwierig. Außer der Ataxie hat Sari Epilepsie. Die Anfälle verschlechtern kurzzeitig ihre Ataxie. Durch gezieltes Training konnte Sari erstaunliche Fortschritte erzielen. Die Spastiken haben sich weitestgehend gelöst, die epileptischen Anfälle sind aufgrund einer Ernährungsumstellung (getreidefreie Kost ohne Linolsäure aus Pflanzenteilen) unter Kontrolle. Heute sprüht Sari voller Lebensfreude, hüpft wie ein Häschen ihren Spielsachen hinterher und läuft zügig ohne Umzufallen. Sari ist Vereinsbotschafterin des Vereins „Feline Senses – Lebensfreude für Katzen mit Ataxie e.V.“ und trägt maßgeblich dazu bei, das Thema Ataxie bei Katzen immer bekannter zu machen. „Sari, das „Vereinsmaskottchen“ von „Feline Senses“, ist das beste Beispiel dafür, dass sich Ataxie-Katzen keineswegs behindert fühlen und oft voller Lebensfreude sind!“, sagt DDr. Regina Binder.

Einen für alle Ataxisten allgemein gültigen Trainingsplan gibt es nicht. Entsprechend der Form und Ausprägung der Ataxie ist das Training individuell auch anzupassen und die Tagesform der Katze zu berücksichtigen. Denn auch wenn das Training Spaß macht, bleibt es anstrengend für das Tier und ermüdet es. Daher sollte lieber kürzer und dafür mehrmals täglich trainiert werden.

Spiel und Therapie lassen sich gut verbinden. Foto: Barbara Helferich

Spiel und Therapie lassen sich gut verbinden. Foto: Barbara Helferich

Wie kann man sich das Training einer Ataxiekatze vorstellen? Der Trainingsplan und -geräte von Ataxiekatze Sari mögen nachfolgend als Beispiel dienen.

Hundemantel: Der wattierte Hundemantel umschließt den Bauch. In diesem „Trainingsgerät“ bewegt sich Sari automatisch anders, durch die Berührung am Bauch geht sie mit hochgestreckten Beinen, und trainiert somit ihre Muskeln. „Sari mochte den Mantel sofort, er hat ihr schon gut geholfen. Sie zeigt aber auch, wenn es genug ist und es gibt Tage, da möchte Sari das Mäntelchen nicht anziehen.“, erläutert Helferich.

Hundehöschen: Hygienehöschen für läufige Hündinnen geben dem Schwanz Halt. Durch die Berührung um die Schwanzwurzel fällt das Laufen leichter und stabilisiert den Gang.

Lauftraining: Das Lauftraining trainiert die Koordination und die Muskulatur. Bevorzugt jagdt Sari einer Spielangeln hinterher. Bälle sind ebenfalls gut geeignet. „Sari läuft ihren Spielsachen zügig hinterher, teilweise springt sie dabei wie ein Häschen. Es macht ihr sichtlich Freude“, erklärt Helferich.

Laufen über verschiedene Strukturen: Bei dieser Übung werden Koordination und Konzentration trainiert und die Sinne angesprochen. Hierbei läuft Sari der Spielangel über unterschiedliche Strukturen in unterschiedlichen Höhen hinterher. Je nach Struktur verändern sich die Bewegungen. Als Untergrund dienen Böden aus Teppich, Stein, PVC und Sisal, Kokos-, Noppen und Schmutzfangmatten, Badvorleger, Handtücher, Schaffelle, Kissen, Plastiktüten, Zeitungspapier, Karton, Steine und Pflastersteine, , Sand, Bücher, Laub, flache breite Treppenstufen, Erde und Gras im Garten, – und vieles mehr. Da es gilt, mit allen Sinnen zu trainieren, gehören neben den unterschiedlichen Bodenstrukturen auch verschiedene Düfte dazu. „Sari hat ein Kräuterbeet, in dem sie nach Herzenslust schnüffeln darf. Auch bringen wir ihr aus der Natur interessant duftende Gegenstände mit. Das können Steine, Wurzeln, Blätter, Tannenzapfen und ähnliches sein – aber nur ungefährliche und ungiftige Gegenstände“, so Helferich.

Konzentrations- und Geschicklichkeitstraining
Ballspiele: Bälle in verschiedenen Größen, Gewichten und Materialien wie Tischtennis-, Schaumstoff-, Plüsch-, Noppen-, Fell- oder Gummibälle eignen sich für dieses Training, bei dem die Katze den Ball anstupst und über den Boden rollt.
Spielführungsschienen mit Ball: Konzentration und Koordination werden trainiert und Seh-, der Hör- und der Tastsinn angesprochen, um den Ball zu treffen. Über Sari sagt Helferich: „Übung macht den Meister, es klappt heute schon richtig gut!“

Das Leben mit einer Ataxiekatze
Individuelle Anpassungen im Umfeld der Katze erleichtern ihren Alltag. Wie beim Training gilt: Anpassungen werden entsprechend der Ausprägung der Ataxie vorgenommen. Durch gute Beobachtung der Katze und ein wenig Kreativität findet man die individuelle Lösung für jede Katze. Beispiele, die sich in der Praxis als nützlich erwiesen haben:

• Teppichböden oder Laufwege, zum Beispiel aus großen Schmutzfangmatten, helfen den Ataxisten, die auf glatten Böden keinen Halt finden.
• Ein erhöhter Futternapf mit einer großen Fläche und einer leichten Schräge hilft Ataxisten, die gut gehen und stehen können. Nicht so mobile Katzen, die sich zum Fressen auf den Bauch legen, kommen dagegen mit einer flachen Schüssel gut zurecht.
• Anstatt der üblichen Katzentoiletten eignen sich für einige Ataxiekatzen ausreichend große Kunststoffhundekörbchen (ohne Lüftungsschlitze). Hohe Seitenränder, geräumiges Platzangebot sowie niedriger und großzügiger Einstieg erleichtern den Toilettengang. Anderen Ataxisten genügt eine Haubentoilette, an deren Rändern sie sich abstützen können. Ataxisten, die auf Katzenstreu keinen Halt finden, kommen mit flachen Backblechen zurecht, die mit saugfähigen Küchenrollenblättern ausgelegt sind.

Das Leben mit einer Ataxiekatze stellt Katzenfreunde vor eine Menge Herausforderungen. Foto: Barbara Helferich

Das Leben mit einer Ataxiekatze stellt Katzenfreunde vor eine Menge Herausforderungen. Foto: Barbara Helferich

Besondere Vorsicht! „Die dritte Dimension“ ist an Stellen, die durch Klettern erreicht werden können, natürlich auch für Katzen mit Ataxie zugänglich. Bett, Sofa und Kratzbaum sollten für den Abstieg mit weichen Kissen abgesichert werden. Treppen sollten im Regelfall unzugänglich gemacht werden, da es durch Abstürze zu schlimmen Verletzungen kommen kann. Eine Katze mit Ataxie, egal wie stark die Ausprägung der Symptome ist, sollte keinen ungesicherten Freilauf bekommen. Bei Revierkämpfen sind Ataxisten deutlich benachteiligt. Die üblichen Gefahren, die bereits völlig „gesunden“ Katzen drohen sind zudem für einen Ataxisten doppelt gefährlich.

Narkose und Impfrisiko
Bei anstehenden Operationen ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen einer Narkose auf das angegriffene Zentrale Nervensystem schwer abzuschätzen sind. Für Katzen mit Ataxie empfiehlt sich die Inhalationsnarkose, die nicht nur individueller als eine Injektionsnarkose dosiert sondern im Notfall auch schneller abgebrochen werden kann.

Wogegen und wie oft Katzen geimpft werden sollten, ist allgemein umstritten und sollte von jedem Katzenhalter individuell entschieden werden. Bei Katzen mit Ataxie kommen jedoch einige besondere Risiken hinzu. Vor eine Impfung sollte ein ataxie-erfahrener Tierarzt eine genaue Anamnese durchführen: Welche Impfungen sind wirklich erforderlich oder sinnvoll? Welche Infektionen hat die Katze mit hoher Wahrscheinlichkeit schon durchgemacht? Kann man eventuell eine Titer-Bestimmung durchführen und ist diese sinnvoll, um unnötige Impfungen zu vermeiden? Entschließt man sich zur Impfung, sind adjuvansfreie Impfstoffe zu verwenden (Ausnahme Tollwut: hier gibt es kein adjuvansfreies Vakzin, so dass eine Erforderlichkeit besonders sorgfältig geprüft werden muss). Lebendimpfstoffe können bei immungeschwächte Katzen einen Krankheitsschub verursachen. Mehrfachimpfstoffe sind für Katzen generell nicht empfehlenswert, da die Nebenwirkungswahrscheinlichkeit überproportional hoch ist. Besser geeignet sind Einzelvakzine. Haben Katzen ihre Ataxie durch eine Parvovirose-Infektion im Mutterleib erworben, dürfen sie keinesfalls gegen Katzenseuche (FPV) geimpft werden. Sie haben zum einen bereits genügend Antikörper, zum anderen kann sich die Ataxie durch die Impfung verstärken.

Über die Autorin:
Inspiriert von den Katzen hat die ausgebildete Tierpsychologin Barbara Helferich im Jahr 2007 „Feline Senses“ ins Leben gerufen. Anfang 2010 wurde „Feline Senses – Lebensfreude für Katzen mit Ataxie e.V.“ gegründet. Das Ziel: Katzen mit Ataxie eine Chance auf ihr Leben zu geben und über die Behinderungen, speziell bei Ataxie-Katzen, aufzuklären.

Weitere Infos:
http://www.ataxiekatzen.de
Forum rund um das Thema Ataxie bei Katzen: http://ataxiekatzen.plusboard.de/
Mehr zu Sari: http://www.saricat.de

Zum Weiterlesen:
Katzenleben mit Behinderung

Tags: , , , ,

Category: Allgemeines, Katzengesundheit

Comments (9)

Trackback URL | Comments RSS Feed

Sites That Link to this Post

  1. Anonymous | 19. August 2012
  2. Kitten mit Ataxie - Katzen Forum | 9. November 2012
  1. Tamar Braun sagt:

    Die Informationen, die Feline Senses auf seiner Website bereitstellt, haben dazu beigetragen, dass wir uns „getraut“ haben, im Oktober 2010 einer jungen Ataxiekatze ein Zuhause zu geben. Seit Mitte September dieses Jahres leben zwei weitere Ataxisten bei und mit uns, insgesamt haben wir fünf Katzen.

    Aufgrund meiner Erfahrungen kann ich jedem Katzenliebhaber, der bereit ist Geduld, Liebe, Verständnis und Zeit zu investieren, die Ataxiekatzen ans Herz legen. Einige ganz zauberhafte Ataxisten sind derzeit auf der Suche nach einem Zuhause, wie zum Beispiel Leo und Apollo: http://www.tierschutzhof-am-schellenberg.de/zuhause-gesucht/apollo-und-leo/index.php4

  2. Martina Oswald sagt:

    Ich habe selber – dank Feline Senses, Barbara Helferich und Sari – seit Dezember 2010 einen Ataxisten zu Hause. Dieser Kater, der auf den Namen Sunny Sunshine hört, ist unglaublich! Noch nie habe ich eine so zufriedene Katze gesehen – er ist mit sich und der Welt in Einklang! Er kopiert die Verhaltensweisen der anderen 3 Katzen. Er kann verschmust sein, aber auch wie wild durch die Wohnung wackeln.
    Auch wenn wir nach bald einem Jahr noch immer nicht rausgefunden haben, was er braucht, dass er das Katzenklo IMMER benutzt, würde ich Sunny niemals mehr hergeben!
    Er ist eine Bereicherung! <3

  3. Marlene Sander sagt:

    Danke für die Informationen! Ich habe mir auch schon lange eine Ataxie-Katze gewünscht , durch die Informationen wurden mir doch noch ein mal die Augen geöffnet wie viel Verantwortung man braucht um sie zu pflegen ! Ich werde mirnun extra viel Zeit für meine hoffentlich baldige Katzte nehmen:) danke!

  4. Hartmut Peter sagt:

    Hochinteressant !Mein Sohn hat seit gestern eine ,wenn auch nur leicht (?) betroffene Ataxiekatze daheim.
    Was mich als ehemaligen Veterinäring. der HU Berlin,vetärinärmed. Fakultät,Chirurgie Pferde und nach der Wende Klinikreferenten der Pharmaindustrie beschäftigt,ist einmal eine Manuelle Therapie,die nicht,wie hier beschrieben,nur individuell sein kann,sondern,wie in der Humanmedizin auf Richtlinien fußt,die natürlich individuell dann ausgelegt werden müssen.Desweiteren,kann man ganz sicher auch eine medikamentöse
    Therapie einsetzen.Auf alle Fälle rate ich dringend zu einer Vit.B Begleitung der Übung.Es hat sich in der Humanmedizin bewährt.Ich wäre sehr interessiert an einer gemeinsamen Arbeit an diesem Problem.

  5. Susanne sagt:

    Hallo, ich finde den Artikel klasse hätte aber doch noch eine Frage.

    Ich war vor zwei Wochen bei einer Züchterin wo die Katzenmama 5 Jahre ist und Ataxie (torkelt mit dem Hinterteil) hat.
    Ist es nicht anstrengend für die Katzenmama mit Ataxie trächtig zu sein und dann erst die Geburt. Sie hatte 7 Kitten zur Welt gebracht, diese nun 4 Monate alt sind und kräftig und gesund aussehen. Kann die Ataxie auch später mal bei den Kitten ausbrechen, also das es zurzeit in den Kitten schlummert?

    Irgendwie geht mir diese Katzenmama nicht aus dem Kopf sie tut mir leid. Aber muss sie mir leid tun? Oder ist es vllt. gut für die Ataxie – Katzenmama, so eine wichtige Aufgabe zu haben?

    Herzlichen Dank für die Antworten
    Susanne

  6. Lilly sagt:

    Hallo, ein super Artikel der uns bestärkt!

    Wir haben seit Anfang September unsern kleinen Franz bei uns. Leider ist er an der heimtückischen Katzenseuche erkrankt.. nach Wochen voller Bangen und Hoffen und der Ernährung durch die Pippette hat er sich in das Leben zurück gekämpft. Leider haben sich die Viren im zentralen Nervensystem abgesetzt und er leidet nun somit an Ataxie.

    Sein Wesen ist eines der schönsten die ich je bei Katzen kennen lernen durfte, nur macht und seine fortgeschrittene Behinderung zu schaffen. Er wackelt nicht nur, er fällt teilweise fast nur noch hin und her…
    Zur Unterstützung der Regenerierung verabreichen wir ihm Globuli und Tropfen die das System beruhigen sollen..
    hat wer Tipps und Tricks für uns wie wir ihm das Leben noch einfacher machen können bzw. wie wir evtl. sogar eine Verbesserung anstreben können?

    Vielen Dank im Voraus.

  7. Hallo Lilly,

    vielen Dank für Ihre Nachricht! Ich habe Ihre Frage auf unserer Facebook-Fanpage unter https://www.facebook.com/Pfotenhieb/ veröffentlicht und hoffe, dass einer unserer Leser einen Tipp für Sie hat.

    Viele Grüße,
    Lena Landwerth

Leave a Reply

Anti-Spam Quiz: