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Buchbesprechung: „Lieben mich meine Katzen“ von Birgit Schmid

22. Juni 2016 | By | Reply More

Lieben mich meine Katzen – oder bin ich nur Mittel zum Zweck, ein Dosenöffner in wahrsten Sinne des Wortes? Diese Frage stellen sich wohl viele Katzenfreunde. NZZ-Redaktorin und Kolumnistin Birgit Schmid ist selber Katzenhalter und hat sich der Frage „Lieben mich meine Katzen?“ angenommen. Ihr gleichnamiges Buch ist Recherche und Roman in einem, erzählt vom Leben mit ihren Katzen Fritz und Rosi und nimmt die Bindung zwischen Katze und Mensch auf locker-leichte Art und dennoch fundiert unter die Lupe.

"Lieben mich meine Katzen" erschien im Echtzeit-Verlag

„Lieben mich meine Katzen“ erschien im Echtzeit-Verlag

Birgit Schmid will es genau wissen: Sie spricht mit Wissenschaftlern wie dem Schweizer Biologen William Turner und entkräftet mit ihm die Fütterungstheorie: Nein, unsere Katzen lieben uns nicht (nur), weil wir tagtäglich für leckeren Inhalt im Napf sorgen. Das lasse sich sogar wissenschaftlich beweisen: Bei einer reinen Fütterung ohne jeglichen Körperkontakt „verschwindet die Vorliebe der Katze für die fütternde Person nach spätestens zwei Wochen“ heißt es in Schmids Buch.

Doch „Lieben mich meine Katzen?“ ist alles andere als eine wissenschaftliche Abhandlung. Die Lektüre ist vielmehr eine Recherche einer Katzenliebhaberin, die zufällig auch Journalistin ist: Birgit Schmid schneidet viele Themen an, die Katzenhalter interessieren: Von Katzenvideos auf Facebook und Co. über die vegane Ernährung der Katze, das typisch Launenhafte unserer Stubentiger und den individuellen Katzencharakter (sowie die passenden Namen) bis zur Jagd auf Wildvögel. Als besonders aktuelle Thema schneidet sie auch das von Flüchtlingen und ihren Vierbeinern an – der auf der Insel Lesbos gestrandete Kater Dias wurde zu einer kleinen Berühmtheit und findet auch in diesem Buch ein Plätzchen.

Birgit Schmid ist keine Wissenschaftlerin, keine Verhaltensexpertin oder Katzenfachfrau. Sie ist eine durchschnittliche Katzenhalterin wie viele von uns und als diese auf der Suche nach dem „wahren Ich“ ihrer Katzen. Sie berichtet von eigenen Erfahrungen. Immer wieder tauchen Fritz und Rosi auf, die zu „Gefühlsspeichern“ werden: „In diesen Momenten wird die Frage, ob sie mich lieben, nebensächlich. Sie nehmen alle Gefühle, die man an sie richtet, in sich auf und strahlen sie als Wärme ab.“

Wer nicht auf der Suche nach einem Fachbuch ist, sondern eine locker-leichte, lesenswerte Sommerlektüre mit einigen Aha-Erlebnissen sucht, wird „Lieben mich meine Katzen“ lieben. Ein besonderes Schmankerl: Illustriert wird das Büchlein von stilvollen Schwarz-Weiß-Fotografien Prominenter und ihren Katzen.

Wir werden in Kürze ein Interview mit Birgit Schmid durchführen. Seien Sie Teil unseres Gesprächs! Welche Fragen haben Sie an die Autorin? Schreiben Sie uns eine E-Mail an info(at)pfotenhieb.de oder kommentieren Sie auf unserer Facebook-Fanpage!

Zur Autorin:
Birgit Schmid ist Redaktorin und Kolumnistin bei der NZZ und lebt in Zürich.

Zum Buch:
„Lieben mich meine Katzen“
von Birgit Schmid
Gebundene Ausgabe: 152 Seiten
Verlag: Echtzeit Verlag
ISBN-13: 978-3905800906

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Category: Aktuelle Beiträge, Buchbesprechung

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