Wildkatzenhybride: Katzenrassen auf dem schmalen Grad zwischen Faszination und Artenschutz

Titelfoto: Olesya Nakipova/Shutterstock.com


Maine Coon, Burma und Abessiner sind längst keine Besonderheit mehr in der Katzenwelt. Wer ein wirklich einzigartiges Tier sein Eigen nennen will, setzt auf ein Quäntchen Wildkatzenblut: Wildkatzen-Hybride sind der neuste Schrei in der Zuchtwelt. Besonders sind sie – doch sind derartige Kreuzungen auch immer besonders gut für das Tier? Von dem schmalen Grad zwischen Tierliebe, Faszination und artgerechter Haltung.

von Lena Landwerth

Bengalkatze mit grünen Augen. Foto: Olesya Nakipova/Shutterstock.com
Bengalkatze mit grünen Augen. Foto: Olesya Nakipova/Shutterstock.com

Noch Anfang des neunzehnten Jahrhunderts waren Großkatzenhybride Mode in den westlichen Zoos. Was sich für Tiergärten als nicht praktikabel erwies, ist dennoch auf die Kleinkatzenwelt übergeschwappt: Sogenannte Wildkatzenhybride werden mit immer mehr Begeisterung aus der Verpaarung wilder Katzenarten mit einer domestizierten Hauskatzenrasse geschaffen. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Bengal, entstanden aus der Kreuzung einer zahmen Hauskatze mit einer wilden Bengal-Katze. Die Verpaarung einer zahmen Hauskatze mit einem Serval wurde zur Savannah. Schön sind die neuen Katzenrassen, das muss man ihnen lassen. Bengalen und Savannah überzeugen mit einem langgestreckten Körperbau und einzigartigen Flecken, sie sind aufgeweckt und interessiert.

Auch die amerikanische Firma „Lifestyle Pets“ bietet neben hypoallergenen Tieren Wildkatzenhybride an: Ashera Cats, eine Kreuzung zwischen dem afrikanischen Serval und dem asiatischem Leoparden. Die Tiere wiegen laut Unternehmen bis zu 18 Kilogramm, werden bis zu 25 Jahre alt und kosten zwischen 22.000 und 28.000 Dollar. Die neue Katzenart soll besonders intelligent und besonders verspielt sein (hier geht es zu einem eigenen Artikel über Ashera Cats).

Ein Schmusetiger, der mit gewissen Eigenheiten eines Raubtieres glänzt – das aber natürlich nur im tragbaren Rahmen, denn die Hybride sollen durchaus für die Wohnungshaltung geeignet sein. Die neuste Schöpfung: Caracats (oft auch Karacats oder Karakats genannt). Caracats sind Verpaarung aus einem Karakal, einer mittelgroßen Raubkatze aus Westasien, dem mittleren Osten und Afrika, sowie Maine Coons. Im Jahr 2010 wurde ein deutsch-österreichisches Zuchtprojekt bekannt, samt der Eigengründung der „International Foundation for Wild and Hybrid Cats“ mit eigenen Rassestandards und Zuchtrichtlinien durch die Züchter. Kitten wurden noch nicht geboren, das Projekt wurde mittlerweile eingestellt und alle Informationen von den Seiten der ehemaligen Züchter entfernt. Ein weiterer Maine Coon Züchter aus der Nähe von München hat sich nun den Traum von einem Karakal erfüllt. Die Ursprünge der Caracat Zucht liegen in den USA – hier wurden Karakale mit Abessiniern gekreuzt (Link zur Homepage einer amerikanischen Cattery mit Fotos). Das Ziel ist eine Katze mit dem wilden und einzigartigem Aussehen eines Raubtiers und dem umgänglichen Charakter einer Hauskatze. Klingt faszinierend anders und faszinierend einfach – doch ist es das auch?

Der "Wüstenluchs" genannte Karakal soll Stammvater einer neuen Katzenrasse sein. Quelle: Wikipedia, Van3000, United Tribes ov Europe
Der „Wüstenluchs“ genannte Karakal soll Stammvater einer neuen Katzenrasse sein. Quelle: Wikipedia, Van3000, United Tribes ov Europe

Die biologische Seite

Direkte Kreuzungen aus Wild- und Hauskatze nennt man „F1“-Tiere – aus einer erneuten Kreuzung mit einer Hauskatze wird ein „F2“-Tier und so weiter.

Gefährlich ist schon die Paarung zwischen Haus- und Wildkatze: Ein ungewohnter Geruch und unterschiedliche Körpersprache führen hier schnell zu Missverständnissen. Wildkatze bleibt Wildkatze und niemand kann garantieren, dass auch die angeblich handzahme Wildkatze im Eifer des Gefechtes nicht etwas zu grob mit der körperlich unterlegenen Hauskatze umgeht oder sie gar als Futter oder Feind ansieht.

Unterscheiden sich die gekreuzten Arten in ihrem Körperbau zu sehr, kann das Austragen eines Hybriden der F1 oder F2 Generation durch den Größenunterschied der Arten leicht zum Tod der kleineren Mutterkatze führen. Dazu kommt eine grundlegend unterschiedliche Tragedauer: Eine domestizierte Katze trägt so durchschnittlich 63 Tage – die Tragezeit von Karakalen wird je nach Quelle etwa zwischen 73 bis 80 Tagen angegeben, die eines Servals zwischen 72 bis 75 Tagen. Das kann zu unreif geborenen Hybridkitten ohne Saugreflex führen, die notwendige Handaufzucht sorgt oft für mangelnde Sozialisierung. Je länger die Mutterkatze trägt, umso besser sind die Überlebenschancen der Kitten – gleichzeitig steigt das Risiko für die Mutter auf Grund der zu großen Kitten.

Andere Probleme mit ähnlichen Auswirkungen ergeben sich bei Austragen der Kitten durch ein Wildkatzen-Muttertier: Eine gefährliche Paarung für die männliche Hauskatze, der Größenunterschied bei der Begattung und die eventuelle Verweigerung, die für die Wildkatzenmutter extrem kleinen Kitten aufzuziehen.

Entsprechend hoch ist die Sterberate der Föten im Mutterleib. Kein Wunder: Selbst bei nahe verwandten Arten passt die Physiologie nicht immer zusammen. Das zeigt sich schon bei Rassemixen von Hauskatzen: Die Nachkommen einiger Kreuzunge können einen durchweg unglücklichen Körperbau mit entsprechenden gesundheitlichen Einschränkungen und durch die unglückliche Verkettung rezessiver Gene mehr Erbkrankheiten als andere Katzen aufweisen. Dass sich das Problem bei einer Kreuzung mit Groß- und Wildkatzen weiter multipliziert, liegt auf der Hand. Dazu kommt die häufig vorkommende Sterilität der Nachkommen nach Haldanes Regel. Die Hauskatze besitzt biespielsweise 19 Chromosomenpaare, die Kleinfleckenkatze nur 18. Die „Safari-Katze“ genannte Kreuzung ist steril. Weibliche Savannah-Katzen sind ab der F1 Generation fruchtbar, fruchbare Männchen treten aber frühestens ab der F3 Generation, oft aber erst ab F4 oder F5, auf. Laut Joy Geisinger, der Besitzerin der vermutlich ersten Kreuzung in den USA, sollten auch die männlichen Nachkommen der ersten fünf Caracat-Generationen unfruchtbar sein.

1998 entstand die erste Caracat in einem Zoo in Moskau – trotz künstlicher Zooumgebung angeblich ohne Absicht. Summiert man alle Schwierigkeiten bei der Zucht von Hybridkatzen kommt dieses einem Sechser im Lotto gleich. Um einen Karakal zu einer erfolgreichen Paarung mit einer Hauskatze zu bewegen, müsste er idealerweise mit dieser aufwachsen. Doch mit einer erfolgreichen Verpaarung und Geduld ist es nicht getan.

 

Die Asiatische Leopard-Katze, Stammvater der Bengal-Katze. Foto: Arno van Dulmen/Shutterstock.com
Die Asiatische Leopard-Katze, Stammvater der Bengal-Katze. Foto: Arno van Dulmen/Shutterstock.com

Das Verhalten

Das Wildkatzenwesen kann sich auch bei gezähmten Elterntieren an die Kitten weitervererben. Hört sich die „Wildkatze im Wohnzimmer“ noch romantisch an, vergeht die Freude doch schnell, sobald das Tier aggressiv wird. Bei handaufgezogenen Kitten zeigt sich dieses Verhalten oft mit dem Eintritt der Geschlechtsreife, besonders ausgeprägt bei Tieren der F1 und F2 Generation.

Eine starke Neigung zu territorialem Verhalten und Markieren wird auch bei kastrierten Hybridkätzinnen beobachtet. Werden die Raubkatzen mit dem Hang zum spektakulären Fang von Vögeln aus der Luft auch im Iran heute noch zur Jagd abgerichtet, ist es doch unvollstellbar, dass diese Wildtiere sowie ihre Nachkommen wie eine normale Hauskatze gehalten werden können.

Patrick Rühl, Besitzer eines der ersten zahmen Karakale in Deutschland und Mitbegründer der geplanten deutsch-österreichischen Caracat-Zucht, hat ein anderes Bild von den Hauskatzeneigenschaften der Wildkatze: „Karakale und Servale sind dafür prädestiniert, mit Menschen zusammenzuleben. Aufzeichnungen belegen, dass sie sich selbst in freier Wildbahn vermehrt in der Nähe von Menschen aufhalten und von manchen Urvölkern sogar heute noch ohne Zwang als Haustiere gehalten werden. Verantwortungsvolle Halter, die vielleicht auch noch hin und wieder einen Spaziergang mit ihrem Karakal oder Serval unternehmen wollen, werden dem Tier also völlig gerecht“, so Rühl auf seiner Homepage. (Kurz nach Erscheinen dieses Artikels führte Pfotenhieb mit Herrn Rühl ein Interview über das geplante Zuchtprokjekt, mittlerweile hat er seine Homepage offline genommen (Stand: Januar 2015))

 

Ab wann ist eine Hybridkatze eine Hauskatze? Im Bild: Eine Savannah-Katze. Foto: kuban_girl/Shutterstock.com
Ab wann ist eine Hybridkatze eine Hauskatze? Im Bild: Eine Savannah-Katze. Foto: kuban_girl/Shutterstock.com

Die rechtliche Seite

Doch wann endet das Wildkatzendasein, wann beginnt die Hauskatzenwelt? Laut CITES, dem Washington Artenschutzabkommen, gelten Tiere der F1 Generation als Wildtiere. Auch das Bundesnaturschutzgesetz stellt fest, dass hybride Tiere, bei denen in den vorangegangenen vier Generationen ein oder mehrere Exemplare einer geschützten Art vorkommen, wie reine Arten unter die Artenschutzbestimmungen fallen und dementsprechend im Handel beschränkt sind. Für Wildkatzenhybride bis zur F4-Generation gelten also auch in Deutschland entsprechenden artenschutzrechtliche Bestimmungen ( Verordnungen vom 22. Juli 2010, Vollzugshinweise zum Artenschutzgesetz): Die Katzen benötigen als Nachkommen geschützter Tierarten bei Einfuhr in die EU eine CITES-Bescheinigung mit einer entsprechenden Haltungsgenehmigung.

[Stellungnahme:] Über Haltungsbestimmungen für Tiere der Generation F2 bis F4, die sich schon in der EU befinden, gibt es statt dessen Verwirrung. Wer Aussagen möchte, muss sich durch Gesetzestexte wühlen. Ein Hinweis hat uns zu weiteren Recherchen nach Veröffentlichung dieses Artikels bewogen und ergeben, dass die zitierten Artenschutzgesetze nur für die Einfuhr in die EU gelten und nicht für den innereuropäischen Handel. Das bedeutet: Wer ein Tier der Generation F1 bis F4 in die EU einführen will, muss ein entsprechenes CITES-Zertifikat beantragen und die benötigten Haltungsbestimmungen nachweisen. Für die reinen Wildtiere sowie ihre direkten Nachkommen gelten nach wie vor auch beim Handel innerhalb der EU gesonderte Haltungsbedingungen. Zumindest auf Seite des Artenschutzgesetzes konnten wir aber keinerlei gesetzliche Beschränkungen für den innereuropäischen Handel und die Haltung von Hybridkatzen ab F2 finden, sofern sie legal in die EU eingeführt wurden. Die Aussagen der Ämter bei telefonischen Nachfragen von Züchtern haben verschiedene und teilweise gegensätzliche Aussagen ergeben.

Eine direkte Stellungnahme von offizieller Behördenseite gegenüber Pfotenhieb liegt uns noch nicht vor – wir werden weiter nachforschen, ein Schreiben liegt dem Bundesministerium bereits vor. Wir bitten Sie, die in diesem Artikel gegebenen Informationen zum Thema Meldepflicht bis zur endgültigen Klärung mit Vorsicht zu genießen.

Ähnlich in unseren Nachbarländern: In Schweden ist die Haltung von Wildkatzenhybriden sogar grundsätzlich untersagt – auch hier gelten die Gesetze bis zur F4-Generation. Katzen der F5- oder weiteren Generationen dürfen als Haustiere gehalten werden. In Großbritannien ergibt sich ein ähnliches Bild: Die Bengal beispielsweise benötigt als Nachkomme der Prionailurus Bengalensis eine offizielle CITES Lizenz bis zur fünften Generation. Die Savannah der F1 und F2 Generation werden in Großbritannien nicht als domestizierte Katzen eingestuft.

Bürokratie oder Tierschutz? Die Meinungen gehen hier auseinander – unter Katzenfreunden und Katzenzüchtern und selbst unter Fachleuten wie Tierärzten und Biologen.

 

Die Haltung

Für geschützte Arten gelten bestimmte Haltungsbestimmungen in Deutschland: Das Bundesamt für Naturschutz fordert so für Wildkatzen und ihre direkten Nachkommen unter anderem ein Außengehege von mindestens 15 Quadratmetern Größe. Gar nicht so schwierig wie es klingt? „Es steht jedem frei, den Garten entsprechend einzuzäunen. Erfahrungsgemäß lieben unsere Tiere jedoch das direkte Zusammenleben mit den Menschen und bevorzugen daher das Haus als unmittelbaren Lebensraum“, schrieb Tiertrainer Rühl 2010 auf seiner mittlerweile nicht mehr erreichbaren Homepage über Savannah- und Caracat.

Andere Züchter sehen das anders. Anita Behr, Züchterin von Savannah, beschreibt die ideale Haltung der Rasse folgendermaßen: „Sie brauchen einen gesicherten Garten oder zumindest einen mit variablen Klettermöbeln ausgestatteten vernetzten, großen Balkon.“ Die Züchterin gibt zudem zu bedenken, dass die Generationen F1 bis F4 dem Artenschutzgesetz unterliegen: „Savannah dieser Generationen sind meldepflichtig, sie benötigen nach den Artenschutzgesetz ein Außengehege sowie ein beheiztes Innengehege von jeweils 15 Quadratmetern.“ Auch Bengalkatzen-Züchter Harald Fuchs stellt auf seiner Homepage heraus, dass sich gerade die Haltung von Bengal-Hybridtieren der F1 und F2 Generation von denen zahmer Hauskatzen unterscheidet. „Eine artgerechte Katzenhaltung solcher Wild- und Hybrid-Kätzchen und Katzen ist auf Dauer nur möglich, wenn die Besitzer von vorne herein die Bedingungen zur artgerechten Wildkatzenhaltung erfüllen und dementsprechende Gehege bauen, mit beheiztem Innenteil und großflächigem Gehege im Garten. Gemeint sind moderne, artgerechte Kleinkatzengehege“, so Fuchs.

Savannah-Züchterin Renate Remplein sieht das ähnlich. „Den Wild-Hybridkatzen Interessenten wird oft vorgegaukelt, die Haltung und die Ernährung sei wie bei jeder anderen Katze. Doch ein Serval oder eine Savannah F1 – F2 – F3 sollte einen möglichst annähernd artgerechen Lebensraum  und Futter erhalten“, verrät sie im Gespräch mit Pfotenhieb. Ihr eigener Serval durfte sich bis zu einem Alter von sieben Monaten frei im Haus bewegen, dann war dies aufgrund seines Temperaments nicht mehr möglich. „Blumentöpfe, Vasen, Lampen fielen ihm zum Opfer, der Flachbildfernseher konnte gerade noch gerettet werde. Auch ausserhalb des Geheges im elektronisch gesicherten Garten war keine Sicherheit mehr gegeben.“ Der Serval zog mit einer Savannah-Kätzin aus dem eigenen Bestand von seinem ursprünglichen Gehege, das zweimal so groß war wie von den Behörden vorgesehen, in ein noch großzügigeres Gehege – mit fast 100 Quadratmetern, 3,50 Meter hohen Wänden, Wasserstelle, Steinhöhle, viel Klettermöglichkeiten und einem großen Innenraum. Die Nachzucht der beiden lebt bei der Züchterin, „denn für eine F1 ist unser Gehege bestens geeignet und sie darf natürlich in den Garten und ins Haus.“ Remplein gibt zudem noch zu bedenken dass „wer einen Serval halten kann und will, sollte ein nicht zu kleines Kitten zu sich nehmen. Es werden meistens Jungservals zwischen einem Alter von fünf Tagen und vier Wochen angeboten, unser Kater war acht Wochen alt, als er zu uns kam.“

Der Mittelweg

All diese Fakten zu einem gehbaren Mittelweg auszubauen ist schwer. Wir möchten hier keinesfalls grundsätzlich gegen Hybridkatzenrassen wie Savannah, Bengal, Chausie und Co. sprechen, ist die Faszination derartiger Katzen doch leicht nachzuvollziehen. Wildkatzenhybride sind schön und etwas wirklich Besonderes, keine Frage. Ab einer späteren Generation unterscheidet sich auch ihre Haltung nur gering von der anderer bewegungsliebenden Katzenrassen. Dennoch hat die Zucht in den ersten Generationen Nachteile und Gefahren, die nicht zu verachten sind.

Motivation einer Zucht sollte nicht allein die einer faszinierenden Neuschöpfung sein. Züchter sollten sich generell fragen, welche Art Katzenfreund ihrem Nachwuchs ein artgerechtes Leben ermöglichen kann – das gilt umso mehr für Hauskatzen mit Wildtierblut. Was passiert mit Nachkommen, die nicht nur den Körperbau, die Aktivität und Sprungkraft ihrer wilden Vorfahren geerbt haben, sondern auch ein Wesen aufweisen, das sich nicht mit einer Haltung im Haus vereinbaren lässt?

Einen Weg zu gehen, den die Natur nicht vorgesehen hat, ist mit modernen Zuchtmethoden möglich – dennoch sollte hier nicht nur an das Zuchtziel an sich gedacht werden, sondern auch an die Katzen, die dahinterstehen, egal ob Elterntiere oder Nachwuchs.

Mehr Infos

Aufgrund der Brisanz dieses Themas werden wir in den nächsten Wochen einige Spezialartikel zur artgerechten Haltung und Ernährung von Wildkatzenhybriden veröffentlichen.

Informationen zu Artenschutzverordnungen:

Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten laut EU

Bundesartenschutzverordnung

Washingter Artenschutzübereinkommen, Informationen auf Deutsch

Wissenschaftliches Informationsystem zum Internationalen Artenschutz:

Regulation of Trade in animal hybrids CITES

Weitere Informationen der EU zum Handel mit geschützten Arten

Zum Weiterlesen:

Verwirrung über Ashera-Cats: Einzigartiges Lifestyle-Accessoire, neue Rasse  oder völliger Schwindel?

Interview zur geplanten Caracat-Zucht

Interview mit Dr. Mircea Pfleiderer, Assistentin von Paul Leyhausen, bei Tier.tv

Teile diesen Beitrag

83 Gedanken zu „Wildkatzenhybride: Katzenrassen auf dem schmalen Grad zwischen Faszination und Artenschutz

  • Pingback: Neuer Artikel: Wildkatzenhybride « Pfotenhieb-Blog

  • Pingback: es geht noch kr

  • 29. Oktober 2010 um 10:40
    Permalink

    Ein sehr hervorragender Bericht!
    Was mich nur wundert das diese amerikanische Catetry bei den Caracats keine erwachsenen Bilder haben?
    Sie sind doch schon im Jahre 2009 geboren.
    Wäre da man nicht auf die Entwicklung stolz? Ich denke mir mein Teil warum das so ist.-
    Ich kann nicht verstehen warum man ausgerechnet Maine Coons nimmt. Laut Aussage der Cattery : Zur auffrischung des Blutes. Doch warum dann eine Raubkatze und die auch noch kurzhaarig ist?? Nach dem was ich über Herr Rühl weiß sehe ich eindeutig, dass er sich mit der Genetik und Vererbung überhaupt nicht auseinander gesetzt hat.
    Hier steht meiner Meinung nach der absolute Hauptgrund im Vordergrund, dass man viel Geld verdienen will und das schlimmste dabei ist, man spielt die Gefahren herrunter. Hier gehts eindeutig nur um Profit auf kosten der Tiere denn diese werden die Leidtragenden sein!

  • 29. Oktober 2010 um 10:43
    Permalink

    Ein recht informativer Bericht. Mir persönlich stellt sich aber die Frage, wozu braucht die Welt weitere Vermischungen aus Wild- und Haustier? In einer Zeit, in der das Verantwortungsbewusstsein vieler Tierhalter ein nie dagegebenes Tief erreicht hat und gerade Wildtiere die plötzlich unerwünscht sind weil sie vielleicht Probleme bereiten, werden in der Natur ausgesetzt. Kaimane, Schildkröten, Schlangen, auch Haustiere wie Hauskaninchen, jegliche Fischarten, und, und, und, sind in der Natur zu finden.
    Finanzielle Krisen in Haushalten ermöglichen es manchem Haustierbesitzer schon nicht mehr seinen geliebten Hund vernünftig zu versorgen!

    Warum sollten Menchen mit ihren Katzen auf die Jagd gehen? Also es wäre mir unverstellbar, wenn ich meine Tiere ausführe, um draußen nach Mäusen zu jagen – hier reichen mir persönlich die mit scharfen Waffen bewaffneten Jäger die ihrem Hobby nachgehen. Das sich der Karakal in Freiheit in der Nähe der Menschen aufhält ist auch kein Grund ihn in Gefangenschaft zu halten. Bei mir kommen Füchse, Waschbären und Igel in den Garten – darf ich sie auch einfangen und in ein Gehege sperren (sorry, die möchten ja lieber in meinem Wohnzimmer wohnen).

    Für mich persönlich gibt es hier keinen Mittelweg. Es reicht, wie wir Menschen die Natur vergewaltigt haben, wir brauchen keine neuen Kreationen. Wildtiere gehören nicht in Privathände. Selbst Sigfrid und Roy haben ihre Grenzen im Umgang mit Wildtieren aufgezeigt bekommen, obwohl diese Tiere nach Medienberichten zu urteilen eine tolle Haltung genießen durften. Müss erst ein selbst geschaffener Hybrid ein Kind anfallen, damit die Menschen endlich wach werden? Brauchen wir dann in dem ach so vorbildlichen Deutschland endlich auch ein „Landeskatzengesetz“? Die spielerischen Attacken meiner 4 kg Katzen zeigen mir deutlich auf, welche Schmerzen ein solch kleines Tier einem Menschen bereits zufügen kann.

    Alleine die Optik und der Anmut von Lebewesen rechtfertigt es nicht, für sich den egoistischen Anspruch zu erfüllen, ein solches Lebewesen, sein Eigen zu nennen. Ein Mensch mit genügend Selbstbewusstsein hat es nicht nötig sich über Tiere zu profilieren und einem wahren Tierfreund käme ein solcher Gedanke überhaupt nicht in den Sinn.

  • 29. Oktober 2010 um 13:27
    Permalink

    zitat: Wildkatzen-Hybride sind der neuste Schrei in der Zuchtwelt.

    also ich kann sowas nicht nachvollziehen.. millionen und abermillionen katzen jeglicher coleur und rasse sitzen in tierheimen, pflegestellen etc. in deutschland, europa, weltweit – wahlweise misshandelt, weggeworfen, unkastriert, halb verhungert, krank oder alles zusammen … und da braucht die menschheit noch mehr katzen? unglaublich.

    tja, und wenn die rasse dann mal nicht mehr ‚in‘ ist … kriegt man sie ‚günstig‘ im TH, und das nächste hippe modell muss her.

  • Pingback: Reaktionen zum Hybrid-Artikel « Pfotenhieb-Blog

  • Pingback: Reaktionen zum Artikel über Wildkatzenhybride « Pfotenhieb-Blog

  • 29. Oktober 2010 um 17:24
    Permalink

    Was wir brauchen ist ein weltweites Tierschutzgesetz, das derartige Eingriffe in die Natur verbietet.
    Was wir nicht brauchen, sind Sendungen wie „Wildes Wohnzimmer“ und selbst ernannte „bekannte Hunde- und Katzenpsychologen“, die sich zum Ziel setzen, Raubkatzen in privaten Haushalten zu etablieren.

    Es kann doch wohl nicht sein, dass Kampfhund-Rassen aus dem Wohnzimmer und von den Straßen verbannt werden sollen, um Raubkatzen den Einzug zu ermöglichen?
    Auf der Website der Züchterin konnte man bis vor wenigen Tagen nachlesen, dass das Experiment bereits im Gang ist. Ich frage mich, wie es den 5 Kandidaten zur Zeit geht? Welchen Stressfaktoren sind sie ausgesetzt? Was geschieht mit den Katzenmüttern und Jungen, wenn das Experiment Missgeburten hervorbringt? Werden diese dann an die Raubtiere verfüttert?

    Nein – ich möchte nicht weiter darüber nachdenken!
    Diese geplante Qualzucht muss untersagt werden, ohne Wenn und Aber!

  • 30. Oktober 2010 um 08:23
    Permalink

    Hallo werte Pfotenhieb-Redaktion,
    danke . . . Das Ihr Euch an ein Thema gewagt habt, welches wirklich *heiß* diskutiert wird!!! Es ist mir ein persönliches Bedürfnis mich *gegen* Wildkatzen-Hybriden auszusprechen!!! Wir züchten Schweine mit besserem Fleisch, wir klonen Schafe, wir genmanipolieren unseren Mais . . . Und wir wollen ein wildes Wohnzimmer???
    Wo fängt es an und wo hört es endlich auf!!
    Ich sage nein zur Caracat und ich sage ja zur Petition!!!
    Birgit Ellermann
    *Freie Allbreed Richterin*

  • 30. Oktober 2010 um 11:37
    Permalink

    Meines Erachtens wird in diesem Bericht die Haltung von Wildtieren und deren Hybriden sehr beschönigt. Man gewinnt den Eindruck, dass man ab einer gewissen Verpaarung F5 ?, diese Tiere ganz problemlos in der Etagenwohnung halten kann. Nennen Sie einen nachvollziehbaren Grund, warum wir neben Bengal und Savannah noch weitere Kreationen benötigen.

    Ich besitze neben anderen Katzen einen 10,4 kg schweren Mixkater, der gerade einmal 1,5 Jahre alt ist. Meiner Tierärztin wurde er wegen der abnormen Größe vorgestellt und abgeklärt, ob hier eine Akromegalie (Riesenwuchs) vorliegt, was sich nicht bestätigt hat.

    Sollte dieser liebe Kerl einmal „ausrasten“, hätte dieses üblere Auswirkungen als der Angriff einer meiner mittelgroßen Hunde – seine Vorfahren sind jedoch seit Ewigkeiten Hauskatzen !! Beim Spielen mit ihm, habe ich schon Erfahrungen sammeln dürfen….

    Wenn ich mir vorstelle, dass dieser Kater (kastriert) eines meiner Katzenmädchen (kastriert) von etwa 4 kg decken würde, würde sie den Nackenbiss nicht, oder nur schwer verletzt überleben. Sollte die Verpaarung klappen, würde mein Katzenmädchen wohl ziemlich große Babies im Bauch tragen und wie sieht es dann mit einer „normalen“ Geburt aus? Für mich gibt es zu dem Thema „Verpaarung Karakal X Maine-Coon“ auch nicht nur einen Hauch von Überlegung, dass diese per Gesetz sofort verboten gehört.

    Zum Eintrag ist der obigen Unterschriftenliste, die übrigens keine Tierschützer sondern einfach nur Menschen mit Respekt vor der Natur ins Leben gerufen haben, bekam ich heute von einer Tierschutzorganisation folgenden Text, da sie annahm, ich würde diese Verpaarung planen. Diesen Text möchte ich hiermit an die richtige Adresse weitergeben:

    „Sehr geehrte Damen und Herren,
    was fällt Ihnen eigentlich ein!!!! Wir sind ein Tierschutzverein und keine Tierquäler. Was Sie hier möchten ist rein absurd. Auf der einen Seite sind die Tierheime überfüllt, die Teirschützer total überlastet; und SIE WOLLEN AUCH NOCH ZÜCHTEN!!!!!
    Sie haben verdammtes Glück dass ich ihre Telefonnr. nicht habe, da hätte ich einiges erzählt.
    Pfui Teufel und schämen Sie sich“

    Die Sache wurde selbstverständlich richtig gestellt und sie hat nun meine Telefonnummer, aber ich muss sagen: „Die Dame spricht mir aus dem Herzen“

  • 31. Oktober 2010 um 14:10
    Permalink

    Ich muss mich doch sehr Wundern das es nict einen Komentar von einem Wirklichen
    Fachmann/frau gibt.
    Nur Selbsternannte Experten.

    Mfg

    Ein Raubkatzenhalter

  • 31. Oktober 2010 um 20:37
    Permalink

    Ich muss mich sehr wundern, dass es nicht einen Kommentar von einem/r wirklichen Fachmann-/frau gibt.
    Nur selbst ernannte Experten.
    Kein Raubkatzenhalter, aber jemand, der der deutschen Rechtschreibung ein wenig mächtig ist, aber Gott sei Dank leider kein Raubkatzenhalter

    Sie als Raubkatzenhalter, sollten doch über soviel Sachkenntnis verfügen, dass Sie die Leser hier sachlich und fachlich bis ins Detail aufklären können. Sicherlich lernen die Leser gerne dazu.

    Freundliche Grüße
    Kein Raubkatzenhalter

  • 31. Oktober 2010 um 22:08
    Permalink

    Ich finde auch, dass in diesem Bericht die Wildkatzenhaltung sehr beschönigt wird. Diese Tiere gehören meiner Meinung nach, wenn überhaupt, dann nur in wirklich professionelle Hände. Und nicht in die Hände von selbst ernannten Raubkatzengurus.
    Es bleiben Wildtiere, ganz egal wieviele von ihnen schon bei Hinz und Kunz auf dem heimischen Sofas sitzen.
    Diesen Trend gilt es zu verhindern. Alle Wildtiere sind besonders schützenswert.
    Ich haben schon des öfteren gehört, dass Besitzer von ihrer eigenen Raubkatze verletzt worden sind, obwohl sie diese groß gezogen haben. Wer das verhamlost erinnert mich an die, die bei bissigen Hunden immer sagen: Ach, der will doch nur spielen!
    Von den Befürwortern der Caracat habe ich bisher noch kein einziges Argument gehört, dass tatsächlich gut wäre diese Verpaarung durchzuführen.
    Stattdessen bekommt man dann als vorwurfsvolle Antwort, man wäre nur neidisch. Dadurch erweckt sich bei mir der Eindruck, dass der Hintergrund dieser geplanten Verpaarung allein nur der Geltungssucht dient.
    Die Maine Coon Züchter haben sich im Grunde genommen ein Eigentor geschossen, mit der Aussage, diese Verpaarung gilt der Blutauffrischung. Jedem versierten Züchter wird damit einiges klar.

  • 1. November 2010 um 00:15
    Permalink

    Sehr geehrte Leser,

    vielen Dank für die zahlreichen Kommentare! Wir freuen uns sehr, dass unser Artikel zu solchen Diskussionen geführt hat.

    Es liegt nicht in unserem Sinne, irgendetwas zu beschönigen – allerdings sind wir bemüht, das Thema möglichst sachlich darzustellen. Verteufeulungen in irgendeine Richtung sollten nicht Ziel der journalistischen Recherche sein.

    Wie Sie aber sicherlich in unserem Bericht lesen können, haben wir mit keinem Wort eine Empfehlung für die Raubtierhaltung im privaten Wohnzimmer gegeben oder gar die Anforderungen heruntergespielt.

    Viele Grüße,

    Lena

  • 1. November 2010 um 15:07
    Permalink

    Liebe Frau Lena,
    es gab hier aus meiner Sicht hier absolut keine Diskussionen. Hier haben lediglich Leute geschrieben, dass sie sich gegen diese Verpaarung aussprechen. Ich finde schon, dass es einem unbedarften Leser nicht wirklich nahe gebracht wird, dass man es hier mit WILDKATZEN zu tun hat. Vielleicht sollten Sie einfach einmal dieses Video einstellen oder es sich selbst anschauen:

    http://www.youtube.com/watch?v=haMaWVBLjzw&NR=1

    Ich denke, dann wird so ziemlich jeder in Sachen Wildkatze unerfahrene Mensch sich sein Bild machen können.
    Freundliche Grüße
    M. Sobolewski

  • 2. November 2010 um 01:10
    Permalink

    Hallo M. Sobolewski,

    vielen Dank für die erneute Antwort!

    Ich habe auf Ihre Kritik hin gerade das Erscheinen des Wortes „Wildtier“ und „Wildkatze“ im Text gezählt und vergeblich unseren Rat zur Schaffung weiterer Hybridkatzen gesucht… Ich bin mir sehr sicher, dass kein Katzenfreund, der sich unseren Artikel durchliest, auf irgendeine Art und Weise den Eindruck gewinnen könnte, dass es sich bei Karakalen und Servalen nicht um Wildtiere handeln könnte.

    Unser Ziel ist es, sachlich über dieses Thema aufzuklären und keine Hexenjagd gegen die ein oder andere Seite zu betreiben. Ganz im Gegenteil möchten wir eine sachliche Diskussion fördern. Das ist aber nur möglich, wenn man ein solches Thema differenziert darstellt und neben den behördlichen Auflagen für die Haltung von Wildkatzen auch Zitate von Fachleuten und Wildkatzenhaltern einbringt! Die Zitate nach der eigenen Meinung auszuwählen würde jedem Zweck eines gut recherchierten journalistischen Artikels widersprechen. Leider scheinen wir mit unserem Artikel nun beide „Seiten“ gegen uns aufgebracht zu haben – die Wildkatzenhalter, die eine Kritik an ihrer Haltungsmethode sehen wollen, und die Tierschützer, die der Meinung sind, dass unser Artikel derartigen Haltern ein Forum bietet. Das fällt wohl unter die Kategorie „Wie man es macht, macht man es falsch“ – dennoch, wir stehen nach wie vor dazu, eine neutrale Haltung zum Thema einzunehmen um unseren Lesern die Möglichkeit geben zu können, sich eine eigene Meinung zu bilden. Scheinbar ist dieser Artikel eine der ersten neutralen Darstellungen zum Thema im deutschsprachigen Raum.

    Bitte lesen Sie sich unseren Text doch noch einmal unter diesem Gesichtspunkt durch. Die grundsätzliche Frage, ob Züchten an sich sinnvoll oder sinnlos ist, ist ein ganz anderes Thema, das wir getrennt behandeln möchten. Auch hier gibt es verschiedene Sichtweisen, die weit über das übliche Schwarz-Weiß-Denken hinausgehen – doch ist auch diese Diskussion nicht einfach, da es sich ähnlich wie bei der Auswahl des richtigen Katzenfutters um eine Art Glaubenskrieg handelt.

    Wir möchten hier nicht auf jeden Kommentar eingehen, da wir uns aus gutem Grund für die Schaffung einer unzensierten Kommentarfunktion ausgesprochen haben. Dennoch finde ich es sehr wichtig, dass unser Portal nicht für eine neuartige Hexenjagd der besonderen Art in die ein oder andere Richtung missbraucht wird – darum der kurze Kommentar.

    Vielen Dank für das Posten des interessanten Links!

    Lena Landwerth

  • Pingback: Lokis Welt: Neue Kolumne online « Pfotenhieb-Blog

  • 2. November 2010 um 07:53
    Permalink

    Ein sehr interessanter und informativer Artikel in der bekannten Pfotenhieb-Qualität, vielen Dank dafür. Und ich wiederhole mich gerne: ich freue mich, daß ihr wieder am Start seid 🙂

    Die Kritik, der Artikel beschönige Zucht und Haltung von Wildhybriden kann ich nicht nachvollziehen. Der Artikel ist doch da seht eindeutig und nicht missverständlich. Sich auf „unbedarfte Leser“ zu berufen ist in etwa so, als berufe man sich als Argument auf eine oft zitierte „schweigende Mehrheit“ und entmündigt den Leser.

    Ich sehe das insgesamt sehr kritisch. Erstmal käme mir so eine „wilde Mischung“ nicht ins Haus. Selbst wenn ich die Voraussetzungen zur Haltung mehr als erfüllen könnte, ich hätte Angst vor den Tieren. Zum Zweiten wirft die Zucht für mich ethische Fragen auf, Argumente wurden in den vorangegangenen Kommentaren genannt. Leider – ich bedauere es jedenfalls – ist es ja so, daß hier ein Markt geschaffen wird, der aus dem Angebot sicherlich auch die Nachfrage nach dem Produkt Wildhybride schaffen wird. Wahrscheinlich wird es kein Massenprodukt werden, aber Käufer wird es bestimmt finden. So ist das halt, in einer Welt, in der alles einen Preis hat, aber nichts einen Wert.

  • 2. November 2010 um 09:46
    Permalink

    Guten Morgen Frau Landwerth,

    ich finde nicht, dass hier irgendjemand mit seinem Kommentar eine „Hexenjagd“ betrieben hat. Es geht hier wohl auch nicht um das Thema züchten oder nicht züchten, sondern die Schaffung weiterer exklusiver Wildkatzenmischlinge. Der Vergleich mit dem Katzenfutter hinkt meines Erachtens sehr, denn wenn meine Tiere es nicht mögen, verschenke ich es an den Tierschutz – verfahre ich mit einem Lebewesen, dass mir über den Kopf wächst, ebenso? Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist schlicht und ergreifend weiterhin, wir haben genug lebende Wohnzimmerdekorationen – es reicht. Viele Grüße P. Horn

  • 2. November 2010 um 10:29
    Permalink

    Hallo Frau Landwerth.

    Ich habe durch Zufall Ihre schöne Seite gefunden, und war richtig froh darüber mal etwas informativere und sehr gut nachgeforschte Berichte zu finden als man es üblicherweise in den typischen „Liebes Katzitatzipfoti“-Magazinen finden kann. Sie leisten gute Arbeit.
    Um so enttäuschter war ich allerdings, als ich die vielen Kommentare gelesen habe. Hier drücken sich also auch nur die gleichen langweiligen und gelangweilten selbsternannten Tierschützer rum, wie man sie normalerweise in den Foren anderer Internetplattformen findet. Dies bedaure ich sehr, denn eigentlich richten die doch dort mit ihrem Berufsnegativismus doch schon genug Schaden an in dem sie die Informationssuchenden und Verantwortungsbewußten dort vergraulen und ihnen die Freude am ehrlichen Gespräch und an sachlichen Diskussionen nehmen.
    Es wird (was natürlich unmittelbar zum Thema gehört?!?) über geklonte Schafe und manipulierte Zuchtschweine geschimpft, während man sich wahrscheinlich gleichzeitig ein paar deftige Schinkenscheiben aufs Brot legt. Offener kann man seine Doppelmoral wohl nicht zur Schau stellen! Gerade durch die Verbraucher wird dies alles erst ermöglicht, und nun beschweren sie sich auch noch darüber, statt so konsequent zu sein und es einfach sein zu lassen diese Tiere zu fressen! Wasser predigen, aber Wein trinken!
    Wo leben eigentlich diese Mastschweine in der Wildniss? Wo haben die eigentlich ihren natürlichen Lebensraum?
    Natürlich, es gibt sie ja nirgends weil sie vom Menschen gezüchtet wurden! Aus wilden Tieren (denn andere gibt es auf der ganzen Welt nirgends), womit wollte man auch sonst anfangen??? Das ist den Leuten die die Wahrheit offensichtlich aufgrund ihres lauten Schmatzens nicht hören (wollen) aber nun wirklich gar nicht recht, schließlich ist das ja etwas GANZ anderes!
    Der Mensch verändert seine Umwelt seit tausenden von Jahren. Er fällte ganze Wälder um Getreidefelder anzulegen, er hat durch Auslese und Kreuzung besseres Saatgut entwickelt, er züchtete sich Hunde die besser zum Arbeiten und Hüten geegnet (und vor allem zahmer) sind, er entwickelte unterschiedliche Vorlieben, woraus wiederum andere Rassen entstanden sind, und dies tut er, wie schon erwähnt, seit vielen vielen tausend Jahren.
    Stets stand am Anfang ein Wildtier, eine Wildpflanze oder etwas anders was die Natur eben in „Reinform“ hervorbrachte. Aber ist es nicht gerade die Natur die ständig „mischt“, „ausliest“ und neue Arten und Rassen dadurch hervorbringt?
    OK, auch das sollte man also dann, am besten per Gesetz, verbieten! Wie wäre es, wenn einfach pro Tier ein Wildhüter ernannt wird der verhindert daß es sich mit einem anderen Farbschlag, einer anderen Rasse oder eines regional anders entwickelten Tieres der gleichen Gattung vermischt!

    Übrigens: Besserwissertum und Ignoranz vermehren sich leider ohne den biologischen Umweg, daher kann man hier leider nichts machen, deshalb gibt es wohl dagegen auch noch keine Gesetze.

    Viele Grüße
    B. William

  • 2. November 2010 um 16:44
    Permalink

    Zunächst finde ich den Ausgangs-Artikel ausgewogen. Weder verteufelt er Rassezucht noch verschweigt er ggf. entstehende Probleme.

    @B.Williams: ich denke, es gibt einen Unterschied zwischen Nutztierzucht und Rassen, die wir lediglich zum menschlichen Vergnügen schaffen. Daß Fleisch in Deutschland und den anderen Industrieländern so billig ist, kommt ja nicht von ungefähr. Dies kann man hier aber nicht weiter vertiefen.
    Ohne Tierschützer wären aber Fortschritte in der Tierhaltung allgemein sicher langsamer oder gar nicht zustande gekommen. Tierschützer haben auch die Aufgabe, Dinge aufzudecken, die uns die Industrie oder die kommerzielle Tierhaltung aus guten Gründen lieber verschweigt. Man sollte Tierschutz also nicht per se verteufeln.

    Züchter neuer Rassen, vor allem von Tierarten, die lediglich zu unserem Vergnügen gehalten werden, müssen sich durchaus fragen lassen, ob eine neue Rasse überhaupt noch nötig ist. Hauskatzenrassen im Wild-Look gibt es ja nun schon mehrere, prinzipiell könnte man auf die Einkreuzung von Wildkatzen zukünftig verzichten.
    Aus welchen Gründen soll hier also eine neue Rasse kreiert werden?

    Die Faszination Raubkatze kann ich durchaus nachvollziehen! Da ich die Bedingungen für eine artgemäße Haltung nicht erfüllen kann, wird dies sicherlich ein Traum bleiben. Vielleicht kann ich diese Tiere eines Tages in Freiheit in ihren natürlichen Lebensräumen beobachten.
    Aber für mich würde sich die Frage nach einem Hybrid nicht stellen. Denn ich halte Hauskatzen – und wenn ich könnte, würde ich auch Kleinwildkatzen halten. Eine Mischung aus beidem braucht es dazu nicht. Es ist doch gerade interessant, die Unterschiede im Verhalten der domestizierten Katze und ihrer wilden Verwandten zu beobachten.

    Es gibt sowohl kommerzielle als auch private Haltungen, die wirklich vorbildlich sind. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die nötige Sachkunde vorhanden ist, sehe ich wenig Probleme bei einer privaten Kleinwildkatzenhaltung.

    Warum aber nun eine neue Hybridrasse?
    Wie bereits geschrieben, gibt es Hauskatzen im „Wild-Look“ – und wer Kleinwildkatzen halten kann, wird dies ebenfalls verwirklichen können.
    Zum einen sehe ich biologische Probleme, z.B. durch die Größenunterschiede der Elterntiere und die unterschiedliche Tragzeit.
    Zum andern weiß man einfach nicht, „was herauskommt“. Ein Gendefekt durch die Vermischung rassefremder Erbinformationen tritt vielleicht erst zutage, nachdem schon wieder die nächste Generation gezeugt wurde. Die Problematik haben wir ja schon bei den verschiedenen Hauskatzenrassen.
    Mindestens zur F3-Generation wird man auch keine zuverlässigen Informationen über den Charakter und die Zugewandtheit dem Menschen gegenüber erhalten können. Ein zutrauliches Kitten kann mit der Pubertät seine Wildkatzennatur entwickeln – sind zukünftige Halter darauf vorbereitet?
    Es gibt einfach zu viele offene Fragen.

    Was ich bei der Caracat-„Gründung“ bislang vermisse, ist eine wissenschaftliche Begutachtung und Begleitung! Es gibt sicher mehrere hochrangige Biologen und Genetiker, die an einer fundierten Studie interessiert wären.
    Leider haben auch alle derzeit Beteiligten keinen wissenschaftlichen Background – eine Tierpsychologie-Ausbildung, Auftritte im Fernsehsender VOX oder Hobbyzucht-Erfahrung reicht hier m.E. keinesfalls aus.

    Solange dieses Projekt also einen fragwürdigen Beigeschmack von Geschäftemacherei, Medienaufmerksamkeit und Lust am Neuen hat (denn ein echtes „Bedürfnis“ kann ich nicht erkennen…), ist Hybrid-Zucht m.E. abzulehnen.

  • 2. November 2010 um 16:59
    Permalink

    Hallo, Frau Landwerth,

    ich vermisse einen Artikel einer Züchterin, die offen über Probleme bei der Wohnungshaltung berichtet hatte. Es gab auch einen Link zu ihrer HP…..

    Ist der Text versetzt worden oder bin ich blind……

    Gruß
    M.Sobolewski

  • 2. November 2010 um 17:46
    Permalink

    Hallo Herr Sobolewski,

    ich vermute Sie berufen sich auf den Teil unter „Haltung“? Leider mussten wir die Verlinkung auf die jeweilige Züchterseite entfernen zu lassen.

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Lena Landwerth

  • 3. November 2010 um 08:27
    Permalink

    Liebes Pfotenhieb Team,

    erstmal herzlichen Dank, daß ihr euch diesem spannenden, aufregenden & z.Z. aufreibenden Thema angenommen habt! Selbverständlich ist es auch in eurem Magazin ein „no go“ einseitig zu berichten und ich persönlich finde es auch recht gelungen!! Viele Informationen, von mehreren Seiten beleuchtet und dargestellt. Das setzt demokratischer Journalismus voraus.
    Was nun das aktuelle Thema der „Caracat- Zuchtversuche“ Kreuzung zw. Karakal & Maine-Coon angeht, stelle ich mich zu 100% auf die Seite der Gegner!! Die Gründe dagegen sind hinlänglich bekannt und natürlich, wird es nach hunderten von misslungenen Versuchen, das sogenannte „Traumtier“ geben. Diese Tiere werden dann mit noch mehr „möglichen“ Fehlern geboren, als die Maine-Coon durch dutzende von Einkreuzungen heute bereits aufweist – HCM, HD, PKD und so weiter!!
    Nein, ich habe kein Berufsnegativismus – was immer dieses Wort bedeuten soll – auch eine „neugeborene“ Wortform, die einfach nur „verbalerotisch“ klingt!! Wenn es ein Beruf sein soll, große gefleckte oder gestromte Wildkatzen mit einem schmusigen Charakter zu züchten, um diese dann für viel Geld an Menschen abzugeben, die das „Ungewöhliche“ suchen – BITTE!!! Aber dann sollen diese Züchter auch zu den wahren Gründen stehen und nicht irgendwelche aus der Luft gegriffene Argumente zur „Erhaltung geschweige denn Verbesserung der Art“ in den Raum werfen!
    Hier gegen die Tierschützer scharf zu schiessen und sie als gelangweilt hinzustellen, ist für mich auch nur ein Zeichen der Intolleranz bzw. einer eigenen Selbstherrlichkeit! Tierschutz ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je, daß ist glaube ich unumstritten. Das Tierschützer Wasser predigen & Wein trinken, kann ich nicht bestätigen, eher das die die ich kennen, sich ehrenamtlich, sehr fachkompetent und neben ihren Berufen für viel unnötiges Leiden der Tiere einsetzen – in diesem Fall „gegen die Verpaarung Karakal/ Maine-Coon“, ein Projetktvorhaben was die Welt nicht braucht!!!!
    Eine Vorschreiberin hat es treffend geschrieben: wir haben so einen Facettenreichtum an Katzenarten, die Tierheime & Auffangstationen explodieren von weggeworfenen Katzen…………….da muß unbedingt was Neues her!!?? Wenn später mal so ein Caracat durchknallt & ein kleines Kind anfällt, wird es von uns verdammt, in die „Kampfkatze Kategorie 1“ eingestuft oder erschossen……………….schöne Vorstellung!!
    Ein Kommentarschreiber beklagt sich über Besserwissertum & Ignoranz, nun wer im Glashaus sitzt und das Thema „Mastschwein“ war hier nicht gefragt. Sachlichkeit hat auch was………………….!!
    Danke für eure Aufmerksamkeit und von mir ein klares NEIN zu Wildtierhybriden.

    Beste Grüße
    Petra Mross

  • 3. November 2010 um 09:24
    Permalink

    Hallo Frau Landwerth,

    danke für die schlechte Nachricht. Das ist sehr schade, denn die Züchterin hatte sehr ehrlich gesagt, dass sie zunächst auch eine Wohnzimmerhaltung angedacht hatte, aber erfahren musste das die Tiere ihr die Wohnung „umdekorierten“. Sie schrieb auch, dass man sich die Tiere nicht zu früh anschaffen soll. Sie würden meist zwischen 5 Tagen bis 14 Tagen?? abgegeben Gerne hätte ich mich detaillierter von dieser Züchterin informieren lassen. Vielleicht kann ich ihre HP bei Google finden.
    Grüße
    M. Sobolewski

  • 3. November 2010 um 14:46
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Sobolewski,

    vielen Dank für Ihre Anfrage! Wir sind auch froh, derartig ehrliche Züchter aufgetan zu haben, die auch bereit sind, kritische Gesichtspunkten ihrer Zucht anzusprechen.

    Name und Zitat der Züchterin finden Sie nach wie vor im Text im Kapitel „Haltung“, wir haben nur den Link entfernt. Es ging in diesem Fall aber nicht um Hybridrassen, sondern um Erfahrungen mit einem Serval.

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Lena Landwerth

  • 4. November 2010 um 11:19
    Permalink

    Guten Morgen Frau Petra Mross.

    Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich hoffe daß es nur den subjektiven Anschein hat als ob Sie gerne über Dinge sprechen von denen Sie nicht mal wissen was sie bedeuten. Sie schrieben „nein, ich habe kein Berufsnegativismus“, geben aber sofort danach zu gar nicht zu wissen was das Wort bedeutet?!?!?

    Die vielen ehrlichen und vernünftig denkenden Tierschützer sind weder angegriffen worden, noch fühlen sie sich angegriffen. Erstaunlicherweise melden sich immer die Leute zu Wort, die meinen alles verstanden zu haben und den absoluten Überblick zu haben. Gerade wenn dann behauptet wird daß durch Einkreuzung neue Krankheiten zu den alten dazu kommen, entblößt sich jedoch genau die Unwissenheit die hier so oft moniert wird! Einem Genetiker würden die Haare zu Berge stehen!
    Übrigens lautet das Thema nicht „Caracat-Zuchtversuche“, sondern (wenn ich es richtig gelesen habe) „Wildkatzenhybride…“ Gut, es lautet zwar auch nicht „Mastschweine“, aber das habe ich auch nur erwähnt um die Doppelmoral derer bloßzustellen die Zuhause fleißig Tiere fr…., aber dann auf die Straße gehen und gegen Tiertransporte demonstrieren. Tierschutz fängt Zuhause, bei jedem selbst an, und nicht bei den „Anderen“, die ja bitte gefälligst dieses oder jenes tun oder nicht tun sollen! Schön wenn es Menschen gibt die anderen verbieten wollen bestimmte Rassen zu züchten. Schöner wäre es aber wenn sie erst mal bei sich selbst anfangen, und überlegen ob es sein muß daß Tiere getötet werden nur wegen des eigenen Genusses!
    Herr Sobolewski fragt nach warum Züchter ihre Links haben entfernen lassen (ich gehe mal davon aus dass es so ist, „offiziell“ heißt es ja nur „wir mußten die Links entfernen lassen“. Hier beginnt meines Erachtens gerade der Teufelskreis: Züchter sind bereit ihr Wissen und ihre Meinung mitzuteilen, die Leser bedanken sich dafür mit einem „Danke, wir sind eh gegen alles, egal was ihr sagt, nur wir haben Recht!“, und dann wird verwundert gefragt warum sich die Züchter, oder allgemein diejenigen die wirklich wissen wovon sie sprechen, sich dezent zurückziehen. So kommt natürlich leider kein Wissen und keine praktische Erfahrung in die Runde, das finde ich sehr, sehr schade!
    Daher meine Bitte an die, die sich zurückgezogen haben: Bitte überlegt euch doch noch mal ob ihr euch wirklich von einigen Mießmachern abschrecken lassen wollt, denen kann es eh niemand Recht machen, also könnte es euch doch eigentlich egal sein was die denken. Die wirklich ernsthaft interessierten Leser sollten auch inzwischen gelernt haben mit diesen „Berufsnegativisten“ klar zu kommen, mir macht es jedenfalls inzwischen nichts mehr aus.
    Übrigens, woher wollen eigentlich diese selbst ernannten „Fachleute“ immer wissen was die wirklichen Gründe für die Züchter sind, wenn sie doch alles tun um diese schnellstmöglich zu vertreiben (wer hat schon Lust auf Zickengezänkere!)
    Angeblich soll es ja nur das liebe Geld sein. Der eine spricht vom „Beigeschmack von Geschäftemacherei“, der andere von „…um diese dann für viel Geld…“
    Es ist schon irre mit welch tödlicher Sicherheit man auf den Neid der Unwissenden wetten kann. Mich wundert es, dass es dafür noch keine Wettbüros gibt, aber wer würde schon dagegen wetten???
    Ich bin mal ganz unbescheiden und behaupte daß ich mich, bevor ich eine Meinung vertrete, erst sehr lange informiere und Fakten sammle.
    Ich habe einige Savannah-Züchter besucht (auch wenn manche denken das Thema lautet „Caracat-Zuchtversuche“), und wurde dort, mit einer einzigen Ausnahme, absolut neutral und umfassend über alle Vor- und Nachteile informiert. Lustige „VOX-Informationen“ waren mir einfach nicht genug, Ziel solcher Sendungen ist ja auch nicht die Information, sondern die Unterhaltung der Menschen.
    Solchen Leuten „Geschäftemacherei“ zu unterstellen ist geradezu lächerlich. Wer hat sich schon mal die Mühe gemacht nachzuforschen wie solche Tiere eigentlich gehalten werden? Wem ist bewußt geworden daß alleine ein ausreichend großes Freigehege sich im 5-stelligen Euro-Bereich bewegen kann?

    An Frau Landwerth: Ist es erlaubt wenn ich Links zu solchen Bildern (Freigehege) hier einfüge?

    Zuchttiere kosten natürlich auch erheblich mehr als „Freizeittiere“, weil hier die Kriterien für Wesen und Aussehen noch härter angelegt werden müssen.
    Wer beispielsweise Savannahs züchten möchte braucht einen Serval. Um den halten zu dürfen braucht man Genehmigungen, Genehmigungen und noch mal Genehmigungen. Von den vielen Auflagen (die alle erst mal viel Geld kosten) ganz zu schweigen. Eine Züchterin sprach davon daß alleine schon die Zeit die sie für die Tiere benötigt dazu führen würde daß es wohl niemals zu einem einzigen Cent Gewinn kommen würde.
    Und selbst wenn diese Züchter alle dadurch zu Millionären werden würden, was ist das denn für ein Argument? Ein mieser Züchter bei dem es die Tiere so richtig dreckig haben ist OK, solange er kein Geld damit macht. Ein verantwortungsbewußter Züchter, bei dem die Tiere den ganzen Tag nach Herzenslust spielen, toben und klettern können ist aber ein böser Geschäftemacher, weil er ja tatsächlich auch noch Geld dafür haben möchte!
    Genau das ist diese Art von Argumentation die ich für absolut verlogen und scheinheilig halte. Ich verwende einfach mal eine Formulierung die den Lesern vielleicht bekannt vorkommt: „…es ist OK wenn bestimmte Leute die immer gegen alles sein wollen strikt gegen solche Züchtungen sind – BITTE!!! Aber dann sollen diese Neider doch bitte auch zu den wahren Beweggründen stehen, Wissen kann es jedenfalls nicht sein, wie sie es selbst eindrucksvoll unter Beweis stellen!

    Herr M. Sobolewski hat absolut Recht wenn er von einer „schlechten Nachricht“ spricht wenn sich Fachleute von dieser Seite distanzieren, denn ohne solches Wissen macht eine (dann einseitige) Berichterstattung wirklich nicht viel Sinn.

    Frau Landwerth, dürfen Sie mir (Ihnen wird meine Emailadresse sicher eingeblendet sein) die Kontaktdaten nennen? Ich würde mich gerne zu einem Versuch bereit erklären diese Menschen vielleicht doch noch überzeugen zu können.

    Es wäre doch schade wenn man zum Schluß nur sagen könnte „Gut gemacht, ihr habts wieder mal geschafft“, oder?

    Viele Grüße
    B. William

  • 4. November 2010 um 15:53
    Permalink

    Guten Tag Frau Landwerth,

    warum mußte denn der Link der Servalzüchterin entfernt werden? Gerade für diese Rasse interessiere ich mich sehr (natürlich auch für die daraus gezüchteten Savannahs), und würde mich freuen wenn darüber mehr berichtet wird. Wird es von Savannah-Züchtern auch etwas zu lesen geben?

    Liebe Grüße
    Thomas Bischoff

  • 4. November 2010 um 17:46
    Permalink

    Hallo Herr Bischoff,

    wir hatten im Artikel leider kein Zitat einer Serval-Züchterin, sondern haben nur mit Savannah- und Bengalzüchtern gesprochen. Die zitierte Züchterin ist Savannah-Züchterin, hat aber leider wie von B. William vermutet nach den vielen Reaktionen unserer Leserschaft darauf bestanden, den Link auf ihre Homepage entfernen zu lassen. Das Zitat steht nach wir vor im Text, hier haben wir keine Änderungen vornehmen lassen.

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Lena Landwerth

  • 4. November 2010 um 17:52
    Permalink

    Vielen Dank für die weiteren zahlreichen Reaktionen! Natürlich ist das Einfügen von Links erlaubt. Jeder Kommentar wird von uns händisch freigeschaltet, wir prüfen also auch die Links auf Themenbezogenheit.

    Viele Grüße,

    Lena Landwerth

  • 4. November 2010 um 18:39
    Permalink

    @B.William: daß eine verantwortungsvolle Zucht Geld kostet, und deswegen Kitten nicht für den berühmten „Appel und ’n Ei“ abgegeben werden können – und die vielen seriösen Hobbyzüchter im Regelfall keinen Gewinn machen, ist zumindest mir bekannt (bevor hier wieder alle Kommentatoren in einen Topf geworfen werden!).

    Im Falle der geplanten Caracat sehe ich aber den Reiz den Exotischen, der hier u.a. mit Hilfe der Medien befriedigt werden soll (zumindest kann man nicht bestreiten, daß die Kontakte zum Fernsehsender VOX gut sind). Dies meinte ich mit dem Beigeschmack der Geschäftemacherei.
    Denn außer der Faszination für Raubkatzen habe ich noch keinen stichhaltigen Grund für diese neue Hybridrasse gelesen.
    Wie ich aber bereits geschrieben habe: wer die Bedingungen zur Haltung von Wildkatzen erfüllt, wird und kann ja diese halten, wozu also eine neue Hybridrasse?
    Zumal die Ausgangsbasis Karakal/Maine Coone aus medizinisch-biologischer Sicht fragwürdig ist (Serval und Hauskatze passen biologisch viel besser zusammen, und z.B. die Kanaani ist biologisch gesehen überhaupt kein „Problem“).

    Sie haben es augenscheinlich erkannt, daß die VOX-Sendungen reine Unterhaltung sind – aber der durchschnittliche Zuschauer bekommt leider den Eindruck, daß die Haltung von Krokodilen, Primaten und Wildkatzen „gar kein Problem“ ist. Ich habe häufig mit Menschen zu tun, die sich „Exotenhaltung“ (Und „Exot“ fängt schließlich schon mit dem Goldhamster an!) „ganz einfach“ vorgestellt haben, eben „so wie im Fernsehen“ – nur daß eine Savannah eben mehr kostet als der Hamster. Im Zweifel leiden aber beide an falschen Haltungsbedingungen!
    Und leider ist ja so: wer genug Energie aufwendet, bekommt auch jedes gewünschte Tier!
    Sicher wird ein verantwortungsvoller Züchter kein Tier an jemanden herausgeben, der offensichtlich ungeeignet ist. Aber im Prinzip ist auf dem freien Markt (über unseriöse Tierhändler oder Züchter) alles zu bekommen, wenn man nur genug Geld mitbringt!

    Meine Einschätzung der mir bekannten Hybriden:
    Bei der Savannah ist man m.E. soweit, daß man eigentlich keine neuen Servale mehr einkreuzen müßte. Die Rasse ist gewissermaßen geformt. Bei Bengal und Kanaani sind die Ausgangsarten besonders eng verwandt, hier kam es auch in „freier Wildbahn“ schon zu Hybridisierung, bevor man mit der Zucht begann.
    (Es gibt noch verschiedene andere (Tilaran, Safari etc.), aber von diesen habe ich noch kein Tier gesehen.) Es kommt eben auf die Ausgangsbasis an, die m.E. passen muß.
    Aber neue Hybride, vor allem mit biologisch so unterschiedlichen Elternarten, müssen m.E. nicht sein.

  • 5. November 2010 um 14:51
    Permalink

    Hallo Frau Schäfer.

    Die Frage „Wozu Hybridrassen, es gibt doch Wildtiere“ ist doch längst beantwortet. Wenn Ihnen der Unterschiede zw. den beiden nicht klar ist, dann laden Sie sich doch einfach mal bei einem Savannahzüchter ein (der auch Servale sein Eigen nennt), uns spielen erst mit Savannahs, und dann mit den Servalen! Viel Glück!
    Vielleicht berichten hier ja bald mal Savannahzüchter und schildern die Unterschiede.
    Ich will aber gerne mal schonungslos offen sein (Sie gehen ja mit gutem Beispiel voran): Was mich am meisten stört ist die Tatsache dass immer wieder an völlig falschen Enden versucht wird die Welt besser zu machen. Wieviele Menschen besitzen Savannah & Co.? Es dürfte ein überschaubares Grüppchen sein, alleine der Preis dürfte dafür sorgen. Den Tieren geht es gut.
    Wie viele Menschen sind täglich für millionenfachen Mord an Tieren dadurch verantwortlich daß sie meinen immer noch wie Steinzeitmenschen leben zu müssen (statt Mammut gibts heute natürlich Rind, Schwein…).
    Den Tieren geht es wohl weniger gut, sie werden in Massenhaltung gequält und anschlißend umgebracht (nachdem sie durch halb oder ganz Europa transportiert wurden).
    Hybridrassen: JA
    Tiermord: NEIN

    Viele Grüße
    B. William

  • 5. November 2010 um 16:29
    Permalink

    Es ist schon komisch, woher das Wissen kommt,dass Karakale und Maine Coons nicht kompatibel sein sollen, bzw.,dass die Savannahzucht artgerechter sein soll
    Hat diese überhaupt schon jemand in Natura gesehen ?
    Gibt es nicht einen Unterschied zwischen der wildlebenden Art und den über Jahre in Gefangenschaft gezüchteten Handaufzuchten ?
    Ist Herr Rühl nur auf einen Zug aufgesprungen ? Er züchtet und trainiert diese Tiere immerhin schon über 5 Jahre und hat auch den ersten F1 Savannahwurf in Eurpa gehabt. Wenn das kein Hintergrund ist ?
    Ist es nicht so, dass Karakale eine kürzere Tragezeit als Servale haben ?
    Ist es nicht so, dass das Größenverhältnis Karakal/Maine Coon gesehen zum Größenverhältniss Serval/hauskatze ein passender erscheint..
    Die Karakalkätzinnen von Herrn Rühl wiegen auch gerade mal zwischen 11-12 Kg. So groß kann der Unterschied zur Maine Coon nicht sein.
    Ich selber habe schon an einem Raubkatzenseminar bei Herrn Rühl teilgenommen und gesehen, dass selbst adulte Karakale augenscheinlich sehr unkompliziert sind. Seine Servale waren um einiges fordernder.
    Auch habe ich bisher noch nirgendwo in den Foren gelesen,dass Karakale heute noch als treue Jagdbegleiter geführt werden. Dies ist die einzige Raubkatze, neben dem Geparden, mit der das machbar ist. Diese Affinität zum Menschen spricht doch für sich und meiner Meinung nach ist der Karakal wie keine andere Raubkatze dafür prädestiniert für die Hybridzucht verwendet zu werden.
    Aufgefallen ist mir auch, dass besonders viele MC Züchter an den Diskussionen bteiligt sind. Das Niveau ist entsprechend schwach und meiner Meinung nach wird hier die Verdrängung der MC befürchtet.
    Hat eigentlich jemand mal Herrn Rühl gefragt, wie sich seine F1 Savannahs in menschlicher Obhut entwickelt haben, oder hat jemand mal Allison aus den Staaten interviewed, wie sich ihre F1 Caracatkatzen entwickelt haben, oder wird hier nur gleich wieder pauschal unterstellt, dass hier sowieso keine glaubwürdigen Aussagen abgegeen werden.
    Dieser Pseudoaufschrei mit dem einhergehenden Fanatismus, ohne sich aber wirklich mit der Materie beschäftigt zu haben, geschweige denn die Züchter mal nach ihren Beweggründen gefragt zu haben, entsetzt mich doch sehr.
    Nur am Rande zu den selbsternannten Experten. Frau Remplein musste ihren Serval abgeben. Die Gründe sind nicht die, die sie offiziell anführt

  • 5. November 2010 um 19:21
    Permalink

    Liebe Leser,

    wir müssen leider die im Text angegebenen Tragezeiten korrigieren.

    Im Text hatten wir geschrieben, dass Karakale etwa 73 Tage, Serval 74 bis 84 Tage tragen, eine Savannah-Züchterin hat uns nun auf die korrekten Zahlen hingewiesen: Serval 72 – 74 Tage, Karakal: 80 Tage.

    Die Quellenaussagen zum Thema Tragezeit bei Wildkatzen unterscheiden sich stark und bewegen sich zwischen 73 und 80 Tagen. Es scheint allerdings, dass Karakalweibchen im Durchschnitt länger tragen als Servalweibchen.

    Bitte entschuldigen Sie den Fehler!

    Lena Landwerth

  • 5. November 2010 um 22:15
    Permalink

    Das ist ja das Schöne an unserer Demokratie, daß jeder zu jedem Thema seine Meinung äußern kann, egal, ob sie auf fundiertem Wissen oder auf vorgefassten Urteilen und Meinungen beruht, die zu widerlegen ich nicht als meine Aufgabe betrachte.
    Ohne überheblich klingen zu wollen, meine Zeit ist mir einfach zu schade um sie damit zu vertun.
    Bringt nichts und hat auch kaum Erfolgschancen.
    Der homo sapiens ist meistens ein sturer Zweibeiner, der sich von der vierbeinigen Spezies Rindvieh nur dadurch unterscheidet, daß er seinen Mist überall verbreiten kann.
    Mir genügt es vollkommen, zu wissen, daß mein züchterischer Weg der richtige ist und ich werde ihn weiter gehen, immer das Wohlergehen und die Würde des Tieres vor Augen.
    Nur kurz eine Richtigstellung: Unseren Serval Azeem of Shetani musste ich nicht abgeben, ich wollte es so.Er lebt mit seiner Savannah-Partnerin bei unseren Züchterfreunden
    „Almasi-Savannah“ da unser Gehege mir für einen ausgewachsenen Serval zu klein erschien.

  • 5. November 2010 um 22:52
    Permalink

    Liebe Leser,

    nach Hinweis einer Leserin haben wir weiter zum Thema Ashera-Cats recherchiert und einen Ausflug in den amerikanischen Mediensumpf gewagt. Schlauer geworden sind wir dadurch nur bedingt… Doch lesen Sie selber: Den neusten Artikel zum Thema finden Sie unter http://www.pfotenhieb.de/2010/11/05/ashera/. Viel Spaß beim Lesen!

    Lena Landwerth

  • Pingback: Neuer Artikel: Verwirrung über die Ashera Cat « Pfotenhieb-Blog

  • Pingback: Richtigstellung zum Handel mit Wildkatzenhybriden innerhalb der EU « Pfotenhieb-Blog

  • 6. November 2010 um 02:15
    Permalink

    Richtigstellung zum Thema Haltungsbestimmungen Hybridkatzen F1 bis F4:

    Viele Meinungen – doch was ist rechtlich korrekt? Wer Aussagen zur Haltung von Hybridtieren von F2 bis F4 haben will, muss sich durch Gesetzestexte wühlen. Ein Hinweis hat uns zu weiteren Recherchen nach Veröffentlichung dieses Artikels bewogen und ergeben, dass die im Artikel zitierten Artenschutzgesetze nur für die Einfuhr in die EU gelten und nicht für den innereuropäischen Handel und die Haltung nach Einfuhr in die EU.

    Das bedeutet: Wer ein Tier der Generation F1 bis F4 in die EU einführen will, muss ein entsprechenes CITES-Zertifikat beantragen und die benötigten Haltungsbestimmungen nachweisen. Für die reinen Wildtiere sowie ihre direkten Nachkommen gelten nach wie vor auch beim Handel innerhalb der EU gesonderte Haltungsbedingungen. Zumindest auf Seite des Artenschutzgesetzes konnten wir aber keinerlei gesetzliche Beschränkungen für den innereuropäischen Handel sowie die Haltung von Hybridkatzen ab F2 finden, sofern sie legal in die EU eingeführt wurden. Die genauen Bestimmungen finden Sie in den im Artikel verlinkten Informationen der Europäischen Kommision zur Einfuhr und Handel wildlebender Tier- und Pflanzenarten, §2. Eine Stellungnahme von offizieller Behördenseite liegt uns noch nicht vor.

    Wir haben den Artikel um die Richtigstellung ergänzt, forschen hier weiter für Sie nach und halten Sie auf dem Laufenden!

    Bitte entschuldigen Sie den Fehler.

  • 6. November 2010 um 17:54
    Permalink

    Liebe Leser,

    es gibt Neuigkeiten zum Thema Meldepflicht. Ein uns vorliegender Schriftwechsel mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit besagt, dass auch Wildkatzenhybride bis F4 meldepflichtig sind – mit der Begründung, dass die nationalen Gesetze, die nur den direkten Nachfahren der geschützten Arten Schutz gewähren, nur für heimische Arten gelten.

    Eine direkte Stellungnahme von offizieller Behördenseite gegenüber Pfotenhieb liegt uns noch nicht vor – wir werden weiter nachforschen und bitten Sie, die in diesem Artikel gegebenen Informationen zum Thema Meldepflicht mit Vorsicht zu genießen.

    Viele Grüße,

    Lena Landwerth

  • 6. November 2010 um 19:43
    Permalink

    Hallo Frau Landwerth,

    bezüglich der Tragezeit beachten Sie bitte folgenden Link

    [Link entfernt]

    Eine der führenden Raubkatzenseiten und sicherlich um einiges kompetenter, als die genannte Savannahzüchterin

  • 6. November 2010 um 19:58
    Permalink

    Hallo Herr Patrick Rühl, schön Sie hier in diesem „Forum“ wiederzutreffen, oh Verzeihung, hier wollten sie ja offensichtlich „Simone“ genannt werden!

    Warum Sie für mich aufgeflogen sind? Sie haben viel zu viele Fehler gemacht:

    1. Ihr virtueller Fingerabdruck hat Sie verraten. Sie verwenden überall dort, wo Sie mit Ihrem richtigen
    Namen auftreten viele völlig identische Merkmale (Satzbau, Zeichensetzung, Wortwahl, Rechtschreibfehler, Gram.-Fehler, …) wie hier, oder überall dort wo Sie unter falschem Namen auftreten. Wenn man wie ich beruflich damit zu tun hat stehen einem die Haare zu Berge! Jeder Polizeigutachter hätte leichtes Spiel Sie zu überführen, aber keine Angst, wir sind hier ja unter uns.

    @ Frau Landwerth: Gerne teile ich Ihnen dazu Einzelheiten & Fakten mit, damit Sie dies nachprüfen können.

    2. Ihre Abneigung gegen Frau Remplein, bei gleichzeitig überschwenglichem Lob über sich selbst (trief!!!) ist doch etwas zu auffällig, finden Sie nicht selbst? Frau Remplein bezeichnen Sie als „selbsternannte Fachfrau“, obwohl sie sich nie so genannt hat, sich selbst preisen Sie aber wie Billigbier als alles möglich an. Sie regen sogar an „Patrick Rühl“ nach seinen Erfahrungen mit seinen F1-Savannahs zu fragen. Alles ein wenig zu auffällig für meinen Geschmack. Warum haben Sie nicht „zufällig“ einen anderen Züchter erwähnt, es gibt ja noch mehr davon.

    3. Gut, angeblich soll diese Simone ja bei Ihnen ein Seminar mitgemacht haben, aber woher will sie dann wissen daß Frau Remplein einen Serval „abgeben mußte“? Zu viele „Zufälle“ für meinen Geschmack, und dann verschlägt es diese Simone auch noch „zufällig“ auf diese Seite, auf der die Petition gegen Sie und Ihre Zuchtpartnerin aus Österreich verlinkt ist.

    4. Jedem Tauben und Blinden (geistig gesehen) muß klar sein daß man Frau Remplein nicht einerseits einen Serval wegnimmt, und ihr andererseits alle anderen Tiere, die den identischen Rechtsvorschriften unterliegen (Siehe Eintrag von Frau Lena Landwerth 6. November 2010 17:54), beläßt! Auf ihrer (Frau Rempleins) Seite ist deutlich veröffentlicht daß sie beispielsweise F1 bis F4-Savannahs hat! Jedem aufmerksamen Leser kommt dies zurecht „spanisch“ vor!

    5. Wenn in der BRD jemand ein Tier „abgeben muß“, dann landet es bestimmt nich bei einer befreundeten Züchterin! Anm.: Ich gehe davon aus daß Frau Remplein die Wahrheit sagt (hier schreibt), es wäre zu leicht nachprüfbar wenn es eine Lüge wäre.

    6. Für meinen Begriff wissen Sie „zufällig“ ein wenig zuviel über die Tiere des Herrn Rühl (Genaues Gewicht…), gut Sie haben angeblich an einem Seminar teilgenommen, aber wissen alle Teilnehmer dieses Seminars die Gewichte all seiner Katzen auf das Kilo genau?

    7. In einem Ihrer letzten Sätze legen Sie offen dar daß Sie die Züchter für kompetent halten (natürlich weil Sie selbst einer sind!), aber Frau Remplein ist nach meinem Kentnisstand auch eine Züchterin, die bezeichnen Sie jedoch als „selbsternannt“, komisch dieser Widerspruch, oder?

    8. Die Abneigung der Simone gegen Frau Remplein wäre also auch rein „zufällig“, oder übernehmen alle Ihre Kursteilnehmer die Ansichten und Meinungen die Ihre eigenen sind (könnte ja im „Kleingedruckten“ des entspr. Dienstleistungsvertrages stehen). Da die Abneigung dieser „Simone“ gegen Frau Remplein nicht daher kommen kann daß sie ihren Serval abgeben mußte (denn das ist ja eine Lüge), muß sie folglich anderweitig zu finden sein, ist „Simone“ vielleicht auch „Zufällig“ Züchterin, also eine Mitbewerberin (früher sagte man ja Konkurentin)?

    Zitat: „Ab einer bestimmten Anzal von Zufällen ist es logischer nicht mehr an Zufälle zu glauben“

    Wer weiß von wem das Zitat stammt erhält von mir einen Gutschein für ein Seminar beim Katzenflüsterer!

    Schönes Wochenende euch allen!

    P.S. @“Simone“: Die Behauptung daß Frau Remplein ihren Serval „abgeben mußte“ ist sicher in der Lage ihren Ruf zu schädigen, was man als Verstoß gegen § 187 und auch als üble Nachrede sehen könnte. Wollen wir mal hoffen daß ihr das niemand sagt!

  • 6. November 2010 um 20:45
    Permalink

    Hallo Simone,

    vielen Dank für Ihre Nachricht und den Tipp! Leider konnten wir bei einer Prüfung der von Ihnen angegebenen Seite kein im deutschsprachigen Raum gesetzlich benötigtes Impressum finden, das den Urheber dieser Informationen anzeigt. Ich möchte mich dieser anonymen Seite darum ungern als Quelle bedienen.

    Unseren Recherchen nach wird die Tragezeit von Karakalen je nach Literaturquelle zwischen 73 bis 80 Tagen angegeben, die eines Servals zwischen 72 bis 75 Tagen. Bei derartigen Angaben vergleichen wir gerne verschiedene Quellen und verlassen uns hier ungern auf die Aussagen einer einzigen Person. Die ursprünglich falsch angegebene Tragezeit war ein Fehler unsererseits und stammt von keinem der zitierten Züchter.

    Viele Grüße,

    Lena Landwerth

  • 6. November 2010 um 20:52
    Permalink

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir danken für die zahlreichen Diskussionen zum Thema.

    Wir sind als Betreiber dieser Homepage für sämtliche Kommentare verantwortlich. Aus diesem Grund sehen wir uns gezwungen, keine weiteren Stellungnahmen freizuschalten, die sich nicht konkret mit dem Thema Wildkatzenhybride beschäftigen.

    Pfotenhieb ist ein ernsthaftes Magazin für den Katzenfreund – im Fokus unserer Veröffentlichungen stehen sachliche Informationen. Um den Austausch zwischen interessierten Katzenhalter interaktiver und direkter zu gestalten haben wir uns zu diesem jeweils Artikelbezogenen Forum entschlossen. Sollte die Kommentarfunktion aber missbraucht werden und statt Informationstausch zu ermöglichen nur Verwirrung stiften, müssen wir diese Funktion ab sofort sperren.

    Bitte nehmen Sie von persönlichen Beschuldigungen und Verdächtigungen Abstand und geben Sie anderen Lesern die Möglichkeit, sich ernsthaft mit dem Thema Hybridkatzen auseinanderzusetzen.

    Vielen Dank für Ihr Verständnis!

  • Pingback: Die Vorteile moderner Medien und ihre Nachteile « Pfotenhieb-Blog

  • Pingback: Verwirrung über die Haltung von Hybridkatzen « Pfotenhieb-Blog

  • 7. November 2010 um 00:34
    Permalink

    Hallo B. Williams!

    >Die Frage “Wozu Hybridrassen, es gibt doch Wildtiere” ist doch längst beantwortet. Wenn Ihnen der
    >Unterschiede zw. den beiden nicht klar ist, dann laden Sie sich doch einfach mal bei einem
    >Savannahzüchter ein (der auch Servale sein Eigen nennt), uns spielen erst mit Savannahs, und dann mit
    > den Servalen!
    Ich spiele mit meinen Hauskatzen. Daß ich das mit Servalen nur sehr „bedingt“ könnte, ist mir durchaus bewußt (vielleicht wäre hier ein Karakal sogar eher geeignet…). 😉
    Wenn ich Ihre Worte richtig interpretiere, ist die Savannah eine „Wildkatze, mit der man spielen kann“ (bitte korrigieren Sie mich, falls nicht.).
    Die Faszination für eine „Hauskatze im Wildkatzengewand“ kann ich, wie bereits geschrieben, absolut nachvollziehen (besonders, nach dem ich die ersten Bengal kennen gelernt hatte).
    Aber „muß“ der Mensch alles tun, was er tun „kann“?
    Darf z.B. für das Merkmal „Schönheit“ alles andere, z.B. die Gesundheit vernachlässigt werden?
    Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: die Savannah ist von solchen Auswüchsen der Rassekatzenzucht (z.B. Perser „ohne“ Nase) zum Glück ja nicht betroffen!
    Aber anders als bei den Kanaani würden Savannah in „freier Wildbahn“ nicht entstehen, geschweige denn Caracats.
    Die Savannah ist nun geschaffen, und sie ist eine wunderschöne Katze, zweifellos!
    Aber wir Menschen entwickeln uns ja auch weiter (zumindest hoffe ich das!). Und dazu kann auch die Erkenntnis gehören, daß wir keine neuen Hybride brauchen. Denn wir setzen hier die Elterntiere ggf. medizinischen Gefahren aus, um eine Katze nach unserem Wunsch zu schaffen.
    Könnte also nicht zumindest hier die Vernunft über den „Schöpferwillen“ siegen?

    Wenn mich nach (trotz?) dieser Diskussion ein Savannah-Züchter, der auch Servale hält, einladen möchte, mir seine Zucht erläutert, die Tiere im Umgang vorstellt (am interessantesten mehrere Generationen) und auch kritischen Fragen ggü. offen ist, würde ich ihn gerne besuchen. Man lernt schließlich nie aus!
    Meine Kontaktdaten sind durch einen Klick auf meinen Namen jederzeit ersichtlich.

    Mit besten Grüßen
    Andrea Schäfer

    P.S. Das Thema Nutz-/Massentierhaltung gehört hier m.E. immer noch nicht her (auch nicht als „Vergleich“), aber ich gebe ihnen recht.

  • 7. November 2010 um 07:52
    Permalink

    Liebe Leser,

    uns erreichen aktuell sehr viele Anfragen zum Thema Meldepflicht. Darum eine kleine Zusammenfassung unserer Recherchen hierzu:

    Ein Hinweis hat uns zu weiteren Recherchen nach Veröffentlichung dieses Artikels bewogen und ergeben, dass die zitierten Artenschutzgesetze nur für die Einfuhr in die EU gelten und nicht für den innereuropäischen Handel. Das bedeutet: Wer ein Tier der Generation F1 bis F4 in die EU einführen will, muss ein entsprechenes CITES-Zertifikat beantragen und die benötigten Haltungsbestimmungen nachweisen. Für die reinen Wildtiere sowie ihre direkten Nachkommen gelten nach wie vor auch beim Handel innerhalb der EU gesonderte Haltungsbedingungen. Zumindest auf Seite des Artenschutzgesetzes konnten wir aber keinerlei gesetzliche Beschränkungen für den innereuropäischen Handel und die Haltung von Hybridkatzen ab F2 finden, sofern sie legal in die EU eingeführt wurden. Die genauen Bestimmungen finden Sie in den Informationen der Europäischen Kommision zur Einfuhr und Handel wildlebender Tier- und Pflanzenarten, §2.

    Ein uns vorliegender Schriftwechsel mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit besagt nun, dass auch Wildkatzenhybride bis F4 meldepflichtig sind. “Die Meldepflicht besteht für Tiere der besonders geschützten Arten (…). Hybride Tiere, bei denen in den vorangegangenen vier Generationen in direkter Linie ein oder mehrere Exemplare einer geschützten Art vorkommen, fallen wie reine Tiere unter die Artenschutzverordnung, auch wenn die betreffende Hybridart nicht ausdrücklich in den Anhängen aufgeführt ist”, heißt es in dem Schreiben.

    Im Gegensatz dazu fallen laut Aussage des Bundesministeriums im nationalen Recht für den Schutz heimischer Arten immer nur reine Arten oder direkte Kreuzungen unter die gesetzlichen Bestimmungen. Die Aussagen der Ämter bei telefonischen Nachfragen von Züchtern haben verschiedene und teilweise gegensätzliche Aussagen ergeben – so wurde unter anderem bestätigt, dass die nationalen Gesetze nur für heimische Arten gelten. Aktuell warten wir noch auf eine schriftliche Bestätigung dieser mündlichen Aussage durch die Ämter.

    Eine direkte Stellungnahme von offizieller Behördenseite gegenüber Pfotenhieb liegt uns noch nicht vor – wir werden weiter nachforschen und bitten Sie, die in diesem Artikel gegebenen Informationen zum Thema Meldepflicht mit Vorsicht zu genießen.

  • 7. November 2010 um 13:06
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Bischoff,oder wie Sie sich sonst nennen,

    ich schließe mich den Aussagen von Frau Remplein an.

    Ich habe nicht die Zeit und kein Interesse mich in irgendwelchen Foren über meine Zuchtambitionen zu rechtfertigen. Nichts desto trotz werde ich zu dem Thema Hybridzucht ausführlich auf meiner neuen Hybridseite,die in ca 1 Woche fertig ist, Stellung nehmen.

    Eine sehr interessante These,dass jeder der Pro Hybridzucht ist, oder der irgendetwas über mich sagen kann, automatisch meine Wenigkeit ist. Eben dieses unsachliche Gebahren ist der Grund,warum ich solchen Foren auch weiterhin fernbleibe

    Im Gegensatz zu mach anderen halte ich meine Zucht transparent und stehe zu dem was ich mache

    Herzlichst
    P.Rühl alias ……….

  • 7. November 2010 um 13:52
    Permalink

    Hallo Frau Schäfer.

    Vielen dank für den Hinweis auf Ihre HP, sie hat mir sehr gut gefallen.
    Ob der Mensch immer alles machen sollten was er machen kann ist sicher eine relativ philosophische Frage, Fakt ist aber dass er es fast immer macht.
    Dabei richtet er oft (der unvergleichliche Bernhard Grzimek würde sagen „eigentlich immer“) großen Schaden an. Fast alle Hunde- und Katzenrassen (ich nehme an auch bei Pferden und anderen Haustieren, gebe aber zu daß ich davon nichts verstehe) haben typische Krankheiten. Man denke nur an HCM, an HD oder die Boxerhunde die fast schon mit Mammakarzinom gebohren werden. Ihr gutes Beispiel mit den Perserkatzen zeigt daß es nicht immer Krankheiten, sondern auch mal Mißbildungen oder Fehlstellungen sein können die regelrecht gezüchtet werden.
    Aber gerade hier sehe ich die interessante Frage ob man nicht gerade mit Kreuzungen solch unterschiedlicher Katzen, und dem Vermischen von entfernten Genmaterialien wieder etwas gut machen kann. Natürlich würde ein Karakal oder ein Serval eine Mainecoon in freier Wildbahn kaum decken sondern wohl eher „zum Fressen liebhaben“, aber schließlich hat der Mensch den Schaden ja auch durch seine Einwirkung entstehen lassen, warum also sollte er nicht versuchen die (eindeutig falsche) Richtung der Massenzucht wieder zu ändern.
    Fast alle Wissenschaftler die sich mit Genetik und Vererbung beschäftigen schätzen das Vermischen der guten Helix extrem hoch ein. Ich weiß nicht ob es wissenschaftlich belegt ist, aber ich kann mich in diesem Zusammenhang an zwei Meinungen unterschiedlicher Menschen aus meiner Vergangenheit erinnern:

    Unser Geschichtslehrer aus der 7d erklärte und damals daß Mischlingskinder aus unterschiedlichen menschlichen Rassen (z.B. Europäer „x“ Afrikaner) meist sehr intelligente Kinder hervorbringen.

    Der Tierarzt bei dem ich meine damals 8 Wochen alte Mischlingshündin das erste mal vorstellte sagte mir, daß die F1-Generationen aus zwei reinrassigen Elterntieren auffallend oft sehr intelligent und gesund seien.

    Letzteres kann ich nur bestätigen (gut, jeder Hundebesitzer ist der Meinung daß sein Hund sehr intelligent ist, ich denke das können Sie selbst noch besser beurteilen), für die erste Theorie kenne ich leider nur 2 Menschen persönlich, beide haben einen afrikanischen Vater und eine deutsche Mutter. Diese beiden sind wirklich nicht dumm und haben verantwortungsvolle und anspruchsvolle Berufe ergriffen. Aber die Zahl 2 ist ja nun statistisch kein hoher Wert.

    Erst kürzlich fragte ich meine Tierärztin nach ihrer Meinung zu Hybridrassen, sie war auch der Meinung daß sich viele Krankheiten, Mißbildungen und Gendefekte dadurch auf (halb-)natürlichem Wege wieder beseitigen lassen, schließlich ist genau das das Erfolgsgeheimniss der Natur seit Millionen von Jahren.

    Gerade hierzu hoffe ich daß sich auf dieser Plattform mal Menschen äußern die mit Fakten dienen können. Züchter die etwas über vorhandene oder nicht vorhandene typische Rassekrankheiten bei Savannah & Co. sagen können. Tierärzte die zu diesem Thema mehr sagen können als sie vor Jahren mal oberflächlich im Studium gelernt haben etc.

    @Frau Landwerth: Könnten Sie dazu nicht einfach mal Züchter nach ihren Erfahrungen fragen, es können ja wohl nicht alle vergrault worden sein.

    Auch fände ich es toll wenn sich mal beispielsweise Studenten damit befassen würden. Themen gibt es hierzu auf dem Gebiet der Hybridrassen sicher genug. Ich weiß dass es für viele ein Problem ist eine vernünftige und interessante Thematik für eine Doktorarbeit zu finden. Ich kenne eine Tierärztin die, weil sie kein besseres gefunden hat, ein wirklich SAUBLÖDES Thema genommen hat, bei dem sich jeder halbwegs intelligente Mensch (ob „Mischling“ oder „Reinrassig“) fragt ob das kein Partywitz sein soll! Es ging, wenn ich es noch richtig behalten habe, um die Wuchsrichtung der Haare beim Nutzvieh, kein Witz!

    Gibt es wirklich Risiken für die Elterntiere (ich denke man könnte es auf die Muttertiere begrenzen)? Wie unterscheiden sich z.B. die Geburtsgewichte von Caracat und Savannah im Verh. zu anderen Rassekatzen? Ist die Aufzucht der Kitten gefährlicher, schwieriger oder sonst in irgend einer Art anders als die von „altbewährten“ Rassekatzen?

    Ich denke daß der Mensch gerne Neues ablehnt und am Alten festhält, das hat sich schließlich in den letzten Jahrmillionen auch bewährt, aber ich würde es für eine Weiterentwicklung (des Menschen) halten, wenn er Neues erst wirklich gründlich untersucht, bevor er es mit dem Alten vergleicht und bewertet.

    Ich hoffe daß wir auf dieser Seite zu diesen Fragen ein paar Antworten erhalten können, und zwar am besten von Leuten die sich wirklich fachlich und sachlich, und vor allem auch selbstkritisch dazu äußern, statt reine Selbstvermarktung zu betreiben und am liebsten „santo subitio“ hören würden.

    Übrigens empfehle ich folgenden Link wenn Sie wirklich auch mal verantwortungsbewußte Züchter besuchen möchten, ich will absichtlich keine Werbung für einen einzelnen machen, ich könnte mich da auch sicher nur sehr schwer entscheiden:

    http://www.savannah-cats.eu/

    Ich habe den Link gerade mal ausprobiert, leider funktionierte er nicht, die Seite wird m.W. im Moment aufgebaut und oft verändert, versuchen Sie es vielleicht einfach später noch mal.

    Einen schönen Sonntag wünscht allen Katzenfreunden
    B. William

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anti-Spam Quiz: